Was sich bei Matthias Steiner verändert hat, seit er Eversense XL nutzt

„Für mich ein riesiger Fortschritt“

Matthias Steiner hat in seinem Leben schon einiges gestemmt – im wahrsten Sinne des Wortes: Er ist Olympiasieger und Weltmeister im Gewichtheben. Heute betreibt er ein Online Fitness- und Ernährungsprogramm („Steiner Prinzip“) und zeigt, dass man mit Diabetes viel bewegen kann. Seit einigen Monaten nutzt der Typ-1-Diabetiker das Eversense XL CGM System. Was sich dadurch im Alltag für ihn und seine Familie verändert hat, verrät er uns im Interview.

Familie Steiner kann dank des Eversense XL CGM System nachts ruhiger schlafen – und umso aufgeweckter durch den Tag gehen.
Familie Steiner kann dank des Eversense XL CGM System nachts ruhiger schlafen – und umso aufgeweckter durch den Tag gehen.

Seit knapp drei Monaten nutzen Sie Eversense XL. Wie geht es Ihnen damit heute?

Heute geht es mir sehr gut. Die ersten Tage waren schon ziemlich aufregend. Ich habe mir ja schließlich nicht zum Spaß ein neues Handy oder sonst eine technische Neuheit gekauft, sondern hier geht es um viel mehr: Ich habe mich dafür entschieden, die Verantwortung für mein Diabetes-Management einem medizinischen Gerät anzuvertrauen.

Anfangs war ich dann vor allem damit beschäftigt, alles einzurichten und mich an Dinge wie das Aufladen des Smart Transmitters oder das Wechseln des Pflasters zu gewöhnen. Das ist jetzt ist aber alles zur Routine geworden.

Wie genau haben Sie das Aufladen des Smart Transmitters und den Pflasterwechsel in Ihre Routine eingebaut?

Man muss den Smart Transmitter alle 24 bis 36 Stunden aufladen, und das mache ich immer morgens oder abends, wenn ich zu Hause bin. Das Laden dauert nur etwa 10 bis 15 Minuten, sodass es sich gut als tägliches Ritual in meinen Alltag integrieren lässt. Auch das Wechseln des Pflasters klappt mittlerweile bestens. Ich habe ziemlich schnell gelernt, wie sich das Pflaster optimal platzieren lässt. Ich nehme dazu immer einen Spiegel zur Hilfe – und dann ist es nur ein Handgriff, bis der Smart Transmitter sitzt. Ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach ist!

Matthias Steiner beim Platzieren des Eversense XL Smart Transmitters
Nach der ersten Woche zur Routine geworden: das Platzieren des Eversense XL Smart Transmitters.

Und wie halten die Pflaster bei Ihnen?

Die weißen Pflaster halten sehr gut, auch beim Sport. Zwar bin ich nicht mehr als Profisportler aktiv, trainiere aber immer noch sehr viel. Egal ob beim Gewichtheben oder Fahrradfahren – der Smart Transmitter hält durch das Pflaster auch beim Training. Das einzige, worauf ich achte: Ich wechsle mein Pflaster nicht, wenn die Haut verschwitzt ist. Bevor ich das neue Pflaster aufklebe, wische ich einfach noch einmal mit einer Alkohollösung über die Hautpartie, um den natürlichen Fettfilm zu entfernen. Ein weiteres Plus: Die silikonbasierten Pflaster sind besonders hautverträglich. Und sollte mal ein Pflaster nicht mehr halten, weil ich zu intensiv Sport getrieben habe, nehme ich einfach ein neues – ohne, dass ich den ganzen Sensor wegwerfen muss. Das durchsichtige Pflaster hält beim Sport leider nicht lang genug. Ich nutze es ohnehin nur, wenn ich ausgehe und ein kurzärmliges Shirt trage.

Was schätzen Sie an Eversense XL besonders?

Das Beste an Eversense XL ist für mich, dass ich meine Werte jetzt immer im Blick habe. Dabei finde ich die Trendanzeige sehr hilfreich. Es ist eine super Sache, wenn ich beispielsweise etwas esse und nach etwa einer Stunde meine Werte checke. Dann sehe ich, ob und in welche Richtung sie sich verändern und kann frühzeitig reagieren. Beim Blutzuckermessgerät wird mir dieser Trend nicht angezeigt.

Früher habe ich mich häufig auf mein Gefühl verlassen und musste dann kurzfristig reagieren, wenn ich mich getäuscht hatte. Gerade wenn ich unterwegs war, hat mich das oft genervt. Heute weiß ich immer und überall genau, wo ich mit meinen Werten stehe und kann rechtzeitig gegensteuern – ein kurzer Blick aufs Smartphone genügt. Das beruhigt mich sehr, vor allem auch nach dem Essen. Da kann ich dann sehen, ob ich die Portion richtig eingeschätzt habe. Und sollte ich einmal nicht bemerken, dass sie sich kritisch ändern, macht das System mich darauf aufmerksam – über den Smart Transmitter, der an meinem Oberarm vibriert, und die Alarmfunktion meines Smartphones.

Wenn Sie sagen, ein kurzer Blick aufs Smartphone – wie oft prüfen Sie Ihre Werte?

Das kann ich gar nicht so genau sagen, aber es wird deutlich über 20 Mal am Tag sein. So oft das Smartphone in die Hand zu nehmen, war für mich schon eine Umstellung. Ich persönlich bin eigentlich ein Mensch, der das Smartphone so wenig wie möglich nutzt, um möglichst viel von meiner Umwelt mitzubekommen. Mittlerweile habe ich mich aber daran gewöhnt und genieße jetzt einfach das sichere Gefühl, meine Werte immer sehen zu können. Zu Beginn habe ich es etwas übertrieben und wirklich ständig meine Werte überprüft, womit man sich nur verrückt macht. Deshalb rate ich dazu, hier eine gewisse Entspanntheit an den Tag zu legen. Man kann also durchaus auch ohne sein Smartphone auf die Toilette gehen. (lacht)

Matthias Steiner genießt das sichere Gefühl, seine Glukosewerte immer schnell im Blick zu haben – dank des Eversense XL CGM Systems.
Matthias Steiner genießt das sichere Gefühl, seine Glukosewerte immer schnell im Blick zu haben.

Wie zufrieden sind Sie mit der Genauigkeit Ihrer Werte?

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten bin ich jetzt super zufrieden. Heute kalibriere ich meine Werte je einmal morgens und abends mit meinem Accu-Chek Mobile Blutzuckermesssystem– mit einem überzeugenden Ergebnis: Die Werte sind fast immer mit Eversense XL identisch; Abweichungen kommen so gut wie gar nicht mehr vor. Wenn ich beispielsweise beim Gewichtheben sehr intensiv trainiere und dadurch die Werte extrem schnell nach unten gehen, messe ich außerdem mit meinem Blutzuckermessgerät. Das gibt mir zusätzliche Sicherheit und hilft mir, Hypoglykämien möglichst frühzeitig abzufangen. 

Werden Sie von anderen Menschen auf Ihr Eversense XL angesprochen?

Eversense XL ist ja super diskret – wenn ich meine Werte am Smartphone checke, bekommt das eigentlich niemand mit. Aber natürlich ist der Smart Transmitter sichtbar, und auf diesen werde ich gelegentlich angesprochen. Neulich sogar von meiner Mutter (lacht): Wir saßen abends zusammen und dann meinte sie, dass ich ein Glühwürmchen auf meinen T-Shirt habe. Nach einiger Suche wurde mir dann klar, dass sie von meinem Smart Transmitter spricht, der durch meinen Ärmel geleuchtet hat. Aber Spaß beiseite: Ich finde es gut, wenn Menschen mich darauf ansprechen. Es gibt mir die Möglichkeit, sie ein bisschen über das Thema Diabetes aufzuklären. Denn die meisten haben zwar schon einmal davon gehört, wissen aber kaum darüber Bescheid.

Hat sich durch das Tragen von Eversense XL auch etwas für Ihre Familie verändert?

Ja, meine Frau kann jetzt nachts ruhiger schlafen. Früher lag sie oft wach neben mir, um an meiner Atmung zu erkennen, ob meine Werte in Ordnung waren. Dann musste sie mich wecken, damit ich Blutzuckermessen konnte. Jetzt kann sie die Werte kurz auf dem Smartphone prüfen, sich umdrehen und weiterschlafen oder mich wecken, wenn der Smart Transmitter das Signal gibt, dass die Werte nicht passen. Ich habe nämlich einen sehr tiefen Schlaf und bekomme das manchmal nicht mit.

Was unsere beiden Kinder betrifft: Für sie war es am Anfang noch total cool, was der Papa da an neuer Technik hat. Inzwischen ist das Gerät für sie aber völlig normal – da muss ich mir jetzt schon etwas anderes einfallen lassen, um sie zu beeindrucken. (lacht)

Sie haben für das Messen Ihrer Werte früher ein Blutzuckermessgerät genutzt, dann ein FGM-System und heute mit Eversense XL ein CGM-System. Hat sich dadurch Ihr Umgang mit Diabetes verändert?

Definitiv. Ich bin jetzt seit rund 18 Jahren Diabetiker und war schon immer auf der Suche nach Lösungen, die mein Diabetes-Management und damit meine Lebensqualität verbessern können. Ich erinnere mich, dass ich vor zehn Jahren zum Spaß den Wunsch geäußert habe, dass ich eine Uhr will, die mir immer meine Werte anzeigt. Wer hätte gedacht, dass das heute möglich ist? Ich habe in den vergangenen Jahren einiges ausprobiert und muss sagen, dass neue Technologien den Alltag mit Diabetes wesentlich erleichtern. Besonders dann, wenn sie für Sicherheit sorgen. Was mir dabei auch klar geworden ist: Diabetes wird immer eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen – daran kann auch die modernste Technik nichts ändern – und es hilft ungemein, wenn man das akzeptiert. Um es kurz zu sagen: Ich bin wirklich froh, mit Diabetes in der heutigen Zeit und nicht vor 50 Jahren zu leben!

Eine Abschlussfrage: Können Sie bitte folgenden Satz vervollständigen? „Eversense XL ist für mich…“

… ein perfektes Beispiel dafür, dass die Entwicklung im Diabetes-Management in die richtige Richtung geht und das Leben mit Diabetes deutlich leichter macht.