Diabetes-Schnell-Check

Was ist eigentlich ... Diabetes-Typ-F?

19.12.2019 / #meinbuntesleben Redaktion
Eine Familie geht Hand an Hand über ein Feld.
Gemeinsam stark in der Familie, im Freundeskreis und beim Diabetes.

Egal ob als kleines Kind, Jugendlicher oder erwachsener Mensch – mit der Diagnose Diabetes verändert sich das eigene Leben. Was manchmal jedoch vergessen wird: Die Auswirkung auf persönliche Beziehungen, besonders auf Freunde und Familie.

Typ-1-, Typ-2- oder Schwangerschaftsdiabetes – das alles sind medizinisch definierte, unterscheidbare Diabetes-Typen. Und auch, wenn die Forschung mit dieser Einteilung alles andere als still steht: Mit Typ-F ist das grundsätzlich anders. Mit diesem speziellen Diabetes-Typ sind (Ehe-) Partner, Elternteile, Verwandte, Freunde oder enge Bekannte gemeint – kurz: Bezugspersonen, die einem mit der Diagnose und dem täglichen Umgang mit dem Diabetes zur Seite stehen und mit Rat, Tat und einer starken Schulter unterstützen.

Freunde und Familie sind für jeden Menschen wichtig, in guten wie in schwierigen Momenten. „Typ-F“s sind für Menschen mit Diabetes sogar noch mehr – im Idealfall sind sie für die Stoffwechselerkrankung sensibilisiert und können im Diabetes-Alltag eine wesentliche und ganz individuelle Rolle spielen. Das Parade-Beispiel eines Typ-F unterstützt und motiviert nicht nur, sondern hilft aktiv bei einer sich anbahnenden Hypoglykämie, erinnert an Medikamente oder unterstützt bei der Berechnung der Kohlenhydratmenge.

Diabetes Typ-F: Familie und Partner

Erhält ein Kind die Diagnose Diabetes sind in erster Linie die Eltern gefragt: Sie müssen alles über die Therapie lernen, den Diabetes altersgerecht erklären, gemeinsam die Pubertät überstehen und schließlich sicherstellen, dass ihr Kind auch in Bezug auf den Diabetes irgendwann auf eigenen Füßen steht.

Auch bei Paaren gibt es verschiedene Möglichkeiten um unterstützend zur Seite zu stehen. Damit eine Beziehung mit dem Diabetes harmonisch bleibt, ist gegenseitiges Verständnis und Feingefühl gefragt. Kommunikation ist dabei das A und O – reden über persönliche Bedürfnisse, Auswirkungen von Hypolaunen, Erwartungen, Probleme und intime Themen wie Sex und Diabetes helfen dabei, Reibungspunkte zu vermeiden, die bei vielen Menschen mit Diabetes in einer Partnerschaft vorkommen können.