Wann ich das Eversense XL hilfreich finde

Leas Fazit zum Eversense XL CGM System

28.11.2019 / #meinbuntesleben Redaktion
Eine junge Frau mit einem Eversence XL CGM System am Arm lächelt in die Kamera.
Das Eversense XL CGM System war ein halbes Jahr lang Leas alltäglicher Begleiter.

Lea durfte Eversense XL ein halbes Jahr testen und fasst nun zusammen, was ihr an dem CGM System gut gefallen hat.

Ich werde oft gefragt, wie ich das Eversense XL CGM System im Vergleich zu anderen CGM-Systemen bewerten würde und warum ich mich schlussendlich nicht für Eversense XL entschieden habe. Bevor ich diese Frage beantworte, möchte ich anmerken, dass jeder Mensch mit Diabetes natürlich verschieden ist und ausgehend vom Lebensstil und Gewohnheiten unterschiedliche Ansprüche und Wünsche an die persönliche Diabetestherapie stellt. Dementsprechend ist es wichtig, dass unterschiedliche und neue CGM Systeme auf den Markt kommen und wir als Menschen mit Diabetes die Wahl haben, uns individuell für das passendste System zu entscheiden. Ich bin sehr froh, dass ich daher die Möglichkeit hatte, Eversense XL testen zu dürfen. Allerdings spreche ich auch aus diesen Gründen keine direkten Empfehlungen für ein bestimmtes CGM System aus.

Im Folgenden möchte ich aber erklären, was ich an dem Eversense XL CGM System schätze und weshalb ich es für ein relevantes Produkt halte:

1. Sensorlaufzeit von bis zu sechs Monaten

Der wichtigste und wohl offensichtlichste Punkt ist, dass Eversense XL für bis zu sechs Monate im Arm verbleibt und nicht jede Woche beziehungsweise jede zweite Woche gewechselt werden muss. Der Eingriff ist kurz und schmerzfrei und immer mehr Ärzte führen die Behandlung durch, weshalb meiner Meinung nach kein großer Zeitaufwand gegeben ist und man dafür bis zu sechs Monate Ruhe hat. Natürlich ist es auch kein besonders großer Aufwand, andere Sensoren öfter zu wechseln, aber es ist hochgerechnet eben doch mehr Zeitaufwand, vor allem, da noch eine Aufwärmphase hinzukommt, die Eversense XL nur ein Mal in sechs Monaten braucht. 

2. Hautfreundliche Pflaster

Damit verknüpft ist das Aufkleben des Smart Transmitters mit einem speziellen Pflaster. Dieses verursacht keine Hautirritationen und kann bei Bedarf täglich gewechselt werden. Für mich eines der besten Features, da meine Haut unter Sensoren schnell zu jucken anfängt und trocken wird. Noch dazu macht es auch nichts, wenn der Smart Transmitter mal irgendwo hängen bleibt und abgerissen wird. Nicht zu vergessen, dass ich mit Eversense XL weitaus weniger Müll produziere. Es braucht keine Setzhilfen aus Plastik. Und auch für unterwegs brauche ich nur das Ladekabel und Ersatzpflaster.

Man sieht das Eversense XL CGM System am Arm,
Für mehr Farbe im Alltag mit Diabetes: Ich hatte mich für einen blumigen Sticker für meinen Smart Transmitter entschieden.

3. Design

Eine wichtige Komponente ist für mich tatsächlich auch das Design. Sensoren und Insulinpumpen sind medizinische Geräte, die daher nun mal auch oft so aussehen. Eher funktionell als chic. Mir gefällt es, dass der Eversense XL Smart Transmitter schwarz ist und abgerundete Ecken hat. Die Oberfläche ist schön glatt und ideal für Sticker. Für einige Menschen mag das sicher unwichtig sein, aber wenn ich ein Gerät bis zu sechs Monate am Arm trage, dann darf es auch ruhig so schön wie möglich aussehen. Um mir den Diabetes-Alltag zusätzlich bunter zu machen, hab' ich die sechs Monate einen bunten Sticker mit Blumen getragen.

4. Genauigkeit durch das Kalibrieren

Zu guter Letzt: Ja, Eversense XL muss kalibriert werden. Und so nervig ich das oft fand, vor allem in Zeiten, in denen es bereits Sensoren gibt, die nicht kalibriert werden müssen — es kann sehr hilfreich sein, wenn der Wert mal etwas abweicht. Natürlich würde ich mir für die Zukunft wünschen, dass das Eversense XL CGM System irgendwann ohne Kalibration auskommt.

Ich habe mich schlussendlich nicht für Eversense XL entschieden, weil ich bereits ein gut funktionierendes CGM System von meiner Krankenkasse erstattet bekomme und gut damit klarkomme.