Tipps für die richtige Zahnpflege bei Diabetes

Bitte lächeln!

Ein schönes Lächeln macht attraktiv – besonders, wenn dabei makellose Zähne aufblitzen. Menschen mit Diabetes sollten Ihre Beißer besonders gut pflegen. Erfahren Sie, warum das so ist und wie Sie Ihr Lächeln mit der richtigen Pflege zum Strahlen bringen.

Diabetes und Zahnpflege
Gesunde Zähne sind ein echter Hingucker – und bei Diabetes besonders wichtig!

Mit dem Zahnarzt ist es eine komische Sache: Niemand geht gern hin, aber trotzdem sollte man genau das regelmäßig tun – gerade um zu vermeiden, noch öfter zu Gast zu sein. Für Menschen mit Diabetes gilt das besonders: Karies und Paradontose treten gerade im Zusammenhang mit Diabetes häufig auf. Grund dafür kann ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel sein. Der verursacht Durchblutungsstörungen und verminderten Speichelfluss – ein leichtes Spiel für Karies-Bakterien: Die werden dann nicht vom Speichel weggespült, sondern bleiben an den Zähnen haften. Auch Entzündungen des Zahnfleisches oder der Mundhöhle kommen in Kombination mit Diabetes drei- bis viermal häufiger vor. Wenn's dann wirklich dick kommt, verschlechtern solche Zahnerkrankungen über chronische Entzündungsreaktionen wiederum die Blutzuckereinstellung.

Wie so oft ist ein gut eingestellter Blutzucker auch in Sachen Zahnpflege das A und O. Überlassen Sie aber auch sonst nichts dem Zufall – hier ein paar Tipps, die Sie dabei unterstützen können, den Kontakt zu Ihrem Zahnarzt auf ein Minimum zu reduzieren:

  1. Zweimal täglich Zähneputzen! Mindestens. Wenn Sie mal keine Lust haben, machen Sie sich das angenehme Gefühl glatter, frischgeputzter Zähne bewusst. Diese Zahnputz-App macht das Putzen außerdem besonders leicht.
  2. Wechseln Sie alle sechs bis acht Wochen Ihre Zahnbürste. Sie nutzt sich sonst ab und wird nach einiger Zeit zu einem wahren Bakterienherd.
  3. Kaufen Sie flouridhaltige Zahnpasta und benutzen Sie sie zumindest abends. Fluor härtet den Zahnschmelz und beugt der Bildung von Karies vor. Zusätzlich können Sie spezielle Fluorid-Gele verwenden.
  4. Benutzen Sie Mundspüllösungen. Gerade bei vermindertem Speichelfluss ist es wichtig, zwei- bis dreimal täglich kräftig durchzuspülen – so werden alle Bakterien hinaus geschwemmt.
  5. Besteht nach dem Essen keine Möglichkeit zum Zähneputzen, essen Sie einfach ein zuckerfreies Zahnpflege-Kaugummi. Das reinigt die Zähne und regt den Speichelfluss an.
  6. Benutzen Sie täglich Zahnseide. So kommen Sie auch an die Zwischenräume, die die Zahnbürste nicht erwischt.
  7. Gebissträger sollten immer darauf achten, dass das Gebiss richtig sitzt. Ansonsten können sich Druckstellen entwickeln und Geschwüre entstehen. Zur Reinigung schwer zugänglicher Bereiche des Gebisses eignen sich Zahnbürsten mit kleinem Bürstenkopf.

Erzählen Sie Ihrem Zahnarzt von Ihrem Diabetes. Eventuell schlägt er dann weitere Vorsorge-Maßnahmen vor: Zum Beispiel eine professionelle Zahnreinigung oder Röntgenaufnahmen, die Karies in den Zahnzwischenräumen sichtbar machen. Gehen Sie bei Anzeichen einer Zahnerkrankung, wie Schmerzen oder Blutungen, am besten sofort zum Arzt.