Mel liebt es, blutzuckerfreundlich zu backen. Die Typ-1-Diabetikerin und Pumpenträgerin macht sogar ein kleines Workout daraus

Rezept für Nutella-Muffins & 5 Tipps für blutzuckerfreundliches Backen

Lecker und Low Carb: Mels Nutella Muffins sorgen für Backlust! Und Mel hat noch mehr Tipps fürs blutzuckerfreundliche Backen auf Lager.

Rezept für Nutella-Muffins & 5 Tipps für blutzuckerfreundliches Backen
Da läuft das Wasser im Munde zusammen: Mels glutenfreie und blutzuckerfreundliche Nutella-Muffins.

Ich liebe es zu backen. Es entspannt mich. Und ein bisschen „Workout" ist es auch, wenn ich tanzend durch die Küche hüpfe, begleitet von meiner Lieblingsmusik. Also in jedem Sinne gut für meinen Blutzucker. Mal abgesehen von den unendlich vielen Kohlenhydraten, die so ein Muffin oder Stück Kuchen haben kann. Kann, muss aber nicht! Denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, blutzuckerfreundlich zu backen. Ein paar Tipps dazu und ein Rezept für Nutella-Muffins habe ich euch heute mitgebracht.

Die Geschichte hinter den Nutella-Muffins

Letztes Jahr im Herbst habe ich eine neue Stelle angetreten. Zum Einstand bringe ich immer gerne was Selbstgebackenes mit. Von einem Kollegen wusste ich, dass er eine Glutenunverträglichkeit hat. Ich wollte ihn ungern ausschließen und so tüftelte ich an einem Rezept, welches auch ihm zu Gute kommen sollte. Dabei entstanden super-fluffige Nutella-Muffins, die sowohl glutenfrei und mit etwa 5g Kohlenhydraten pro Muffin zudem noch low carb sind.

 Ihr denkt jetzt sicher: „Wie kann Nutella denn low carb sein?“ Natürlich ist Nutella an sich nicht low carb, aber in Kombination mit den anderen Zutaten passt das wieder ganz gut. Denn: die Menge macht’s!

 Das Rezept zu den Nutella-Muffins

• 4 Eier

• Prise Salz

• 75 ml Öl

• 200 g gemahlene Mandeln

• 1/4 TL Natron

• 5 EL Nutella (gf.)

Die Eier trennen. Das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen und beiseite stellen. In einer neuen Schüssel das Eigelb mit dem Öl verrühren. Gemahlene Mandeln, Natron und Nutella zu der Eigelb-Masse hinzufügen und gut verrühren. Den Eischnee nach und nach vorsichtig unterheben. Den Teig auf 12 Muffinförmchen verteilen und bei 180°C 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Jetzt nur noch auskühlen lassen und genießen.

Nährwertangaben pro Muffin: 225 kcal / 933 KJ, 4,42 g Kohlenhydrate, 6,46 g Eiweiß, 19,38 g Fett, ca 1/2 BE

Rezept für Nutellamuffins low carb und glutenfrei
Man sieht schon am Rezept, dass Mel blutzuckerfreundliches Backen Spaß macht!

Tipps für blutzuckerfreundliches Backen

Mit der Zeit macht man sich schon den einen oder anderen Gedanken dazu, wie man die Lieblingsrezepte noch etwas freundlicher für den Blutzucker gestalten kann. Ein paar Tipps habe ich hier zusammengestellt.

Tipp 1: Reduziere die im Rezept angegebene Menge an Zucker! Denn: Wir sind einfach zuckerverwöhnt. Und bei vielen Rezepten kommt man meist mit bis zur Hälfte an Zucker aus.

Tipp 2: Nimm Obst anstatt Zucker! Anstatt löffelweise Zucker in den Teig zu mischen, nimm einfach mal reife Bananen oder etwas Apfel- oder Birnenmus. Der Fruchtzucker im Obst lässt den Blutzucker nicht so stark ansteigen wie normaler Haushaltszucker.

 Tipp 3: Versuche es mit Honig, Ahornsirup oder Agavendicksaft! Beispielsweise 80 g Honig reichen schon aus, um die Süßkraft von 100 g Zucker zu erhalten. Und auch wie bei Tipp 2 gilt: die Blutzuckerkurve ist vergleichsweise flacher.

 Tipp 4: Nimm Zuckerersatzstoffe/Süßstoffe wie Stevia, Erythrit oder Xylit anstatt Zucker! So bist du auf jeden Fall auf der zuckerfreien Seite und musst nur das verwendete Mehl und andere kohlenhydrathaltige Zutaten berechnen. Manche Süßstoffe lassen sich 1:1 gegen Zucker austauschen. Bei Stevia ist das Verhältnis anders und ich habe damit noch so meine Schwierigkeiten.

 Tipp 5: Versuche es mit Vollkornmehl! Vollkornmehl hat mehr Ballaststoffe als das klassische Weißmehl. Und Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Körper mit der Verdauung etwas mehr zu tun hat. Die langen Zuckerketten müssen erst aufgespalten werden, um in die Zellen transportiert werden zu können. Der Blutzucker steigt langsamer an.

Diese Tipps machen hoffentlich Lust darauf mal wieder etwas Leckeres zu Backen. An dieser Stelle noch ein kleiner finaler Tipp von mir: Einfach ausprobieren und schauen, was am besten für einen selbst funktioniert. :)