Basiswissen Diabetes: Weshalb Ergebnisse beim Blutzuckermessen voneinander abweichen können

Ergebnisorientiert?

Wer zweimal hintereinander, an unterschiedlichen Körperstellen und mit verschiedenen Messgeräten den Blutzucker misst, wird ziemlich sicher feststellen: Die Ergebnisse weichen voneinander ab. Hier erfahren Sie, wie es dazu kommt und warum das meist kein Grund zur Sorge ist.  

Basiswissen Diabetes: Ergebnisse beim Blutzuckermessen
Auf richtige Werte sollte man sich beim Blutzuckermessen verlassen können.

Mehr oder weniger Insulin, extra Kohlenhydrate oder nicht, zum Sport gehen oder doch lieber ausruhen … Was Ihr Blutzuckermessgerät anzeigt, beeinflusst viele Ihrer Entscheidungen im Alltag – und letzten Endes Ihre Gesundheit! Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihrem Messgerät vertrauen können. In Deutschland sind die Anforderungen an die Messgenauigkeit beim Blutzuckermessen in der ISO-Norm 15197:2015 festgelegt. Alle Accu-Chek Blutzuckermessgeräte erfüllen diese Norm. Beim Accu-Chek Aviva Connect Blutzuckermessgerät steht das Thema verlässliche Werte zum Beispiel durch 150 Sicherheitschecks vor und während jeder einzelnen Blutzuckermessung besonders im Vordergrund.

Dennoch kann es auch bei Geräten, die die ISO-Norm 15197:2015 erfüllen unter bestimmten Umständen zu unterschiedlichen Messergebnissen kommen. Warum?

Wir haben drei solcher Fälle genauer unter die Lupe genommen:

1. Unterschiedliche Messgeräte, gleiche Körperstelle

Jedes Blutzuckermessgerät hat seine eigene systematische Abweichung, eine „Streuung“ der Messwerte, die ganz normal ist und die Auswertung nicht verfälscht. Wie groß diese sein darf, ist in der ISO-Norm festgelegt. Misst man mit zwei unterschiedlichen Messgeräten, kann es durch die verschiedenen "Streuungen" zu unterschiedlichen Messergebnissen kommen. Benutzen Sie für Ihre Messungen im Alltag also am besten stets ein und dasselbe Gerät!

2. Gleiches Messgerät, unterschiedliche Körperstelle

Wenn Sie an unterschiedlichen Körperstellen messen, werden Ihre erhaltenen Blutzuckerwerte voneinander abweichen. Das Blut, das aus  der Fingerbeere gewonnen wird, heißt Kapillarblut. Im Vergleich zu Blut aus den Venen, das zum Beispiel Ihr Arzt misst, weist es eine 10 – 15 % höhere Glukosekonzentration auf. Messen Sie Ihren Blutzucker also am besten immer an den Fingerbeeren.

3. Gleiches Messgerät, gleiche Körperstelle

Ihr Blutzuckerspiegel kann innerhalb weniger Sekunden steigen oder sinken. Besonders wenn er sich nach einer Mahlzeit, beim Sport oder nach einer Insulininjektion schnell ändert, sind die Abweichungen oft erheblich: Hier sind Veränderungen um 3 mg/dl innerhalb einer Minute möglich. Ihr Messgerät misst nach wie vor genau!

In diesen drei Situationen sind abweichende Messergebnisse also kein Grund zur Sorge. Sind Sie schon Messprofi? Wie Sie schmerzarm messen und dabei möglichst genaue Werte erhalten, erfahren Sie in unseren 5 Tipps für eine sanfte Blutentnahme. Übrigens: Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, dass die Ergebnisse Ihres Messsystems innerhalb der zugelassenen Grenzwerte liegen, können Sie das mit einer Kontrolllösung aus der Apotheke überprüfen.