Udo findet, dass auch mit Diabetes alles erreichbar ist

Ziele in der Therapie nicht zu eng stecken

Sportler beim Marathon

Kurz zu mir: Ich bin 44 Jahre alt und habe seit 21 Jahren Typ-1-Diabetes. Als erstes möchte ich erwähnen, dass ich heutzutage über die sozialen Medien den Eindruck gewinne, als sei man mit Diabetes schwer krank –man müsse ständig auf seine Gesundheit achten!

Klar, wir sind krank mit dem Diabetes – darum aber auch mein Rat, die Zielwerte bei der Diabetes-Therapie nicht zu eng zu setzen. Der Diabetes muss alltagstauglich sein! Werte bis 180 mg/dl sind beispielsweise immer noch gut. Man sollte nicht versuchen, irgendetwas zu erreichen, was zu schwer wird. Lieber das Leben genießen, von Anfang an den Diabetes akzeptieren und eine gesunde, nicht übertriebene Einstellung finden!

Außerdem immer dran denken: Man kann alles mit dem Diabetes erreichen! Bewegung ist für mich das Wichtigste, was zu einer guten Diabetes-Therapie gehört! Wer sich vor der Diagnose kaum bewegt hat, der sollte spätestens jetzt damit anfangen. Egal ob Spazieren gehen, Schwimmen, Radfahren – hauptsache Bewegung! Ihr werdet sehen, wie gut es eurem Blutzucker tut.

Aber Vorsicht: Bewegung kann auch zu einer "Sucht" werden. :-) Nach Gelsenkirchen, Münster, Barcelona, Stockholm, Paris, Berlin, Düsseldorf folgt für mich nun Marathon Nummer 8 in München! Dies ist mein dritter Marathon mit Eversense XL. Ich hoffe, meine Zeit von 3:31 Stunden in Düsseldorf nochmal verbessern zu können, aber letztendlich ist der Diabetes doch wie ein Überraschungsei ...