5 häufige Diätfehler – und wie sie sich vermeiden lassen

Wie weniger wirklich mehr ist

Ob Sie der Gesundheit zuliebe ein paar Pfunde abnehmen wollen oder eine grundlegende Ernährungsumstellung anstreben: Mit diesen Tipps erkennen und vermeiden Sie häufig vorkommende Diätfallen.

  • Diätfehler vermeiden: Plan haben

    Keinen Plan haben

    Ob Sie nun eine bestimmte Diät verfolgen oder einfach bewusster essen möchten: Nur wer einen Plan hat, kann diesen auch verfolgen. Insbesondere, wenn Sie „auf eigene Faust“, also ohne vorgegebene Diät (wie etwa Paleo), abnehmen wollen: Machen Sie einen Ernährungsplan, der sich ihrem Alltag mit Arbeit, Sport etc. anpasst. Denn Abnehmen klappt nur dann effizient, wenn Sie wissen, wie viel Sie wovon essen wollen.

    Nicht jeder Diätplan passt zu jedem Menschen und jeder Lebenssituation gleichermaßen. Probieren Sie am besten verschiedene Modelle aus. Anregungen rund um Diäten und welche Formen es gibt, finden Sie zum Beispiel hier im Test. Und: Eine dauerhaft ausgewogene Ernährung nutzt bei vielen Menschen mehr als eine zeitlich begrenzte Diät – wobei eine Diät ein guter Startschuss für die Ernährungsumstellung sein kann.

  • Diätfehler vermeiden: Essen vergessen

    Das Essen vergessen

    In der Theorie ist Abnehmen ja ganz einfach: Es müssen mehr Kalorien verbraucht als zu sich genommen werden. In der Praxis kommt es aber zum Beispiel auch auf ausreichend Ballaststoffe und Eiweiß an. Die sättigen und helfen so, dass sich das Hungergefühl nicht so schnell einstellt. Hauptmahlzeiten ganz ausfallen zu lassen ist deshalb gar nicht nötig und führt eher zu Heißhunger-Attacken. Wer zusätzlich zur Diät Sport treibt, hat außerdem einen erhöhten Energiebedarf. Was nicht vergessen werden darf: die Insulindosis an einen eventuell veränderten Kohlenhydratverbrauch anzupassen.

    Für die Berechnung Ihres persönlichen Kalorienbedarfs, der auch Sport und Arbeit mit einbezieht, gibt es eine Menge kompliziert wirkender Formeln. Vor dem Beginn einer Diät verschafft hier ein Besuch beim Hausarzt Klarheit. Der kann auch hinsichtlich gesundheitlicher Risiken aufklären und beraten.

  • Diätfehler vermeiden: Frusten lassen

    Hektisch werden und Frusten lassen

    Wenn sich die gewünschten Ergebnisse einfach nicht einstellen wollen, führt das leicht zu Ungeduld und Frust. Für eine nachhaltige Diät braucht es allerdings vor allem: Zeit! Gerade bei grundlegenden Ernährungsumstellungen stellen sich die Resultate erst nach und nach ein – sind dafür meist aber nachhaltiger.

    Wenn Sie dazu neigen, bei Frust ins Süßigkeitenregal zu greifen: erinnern Sie sich daran, dass die Kilos nicht in einer Woche gekommen sind – und deshalb auch ihre Zeit brauchen, um wieder zu verschwinden. In solchen Situationen ist es nützlich, eine Frust-Strategie parat zu haben. Seien es nun Kreuzworträtsel, der Modellauto-Bausatz oder auch das Spiel auf dem Smartphone: Anstelle zur Schokolade zu greifen, können Sie andere Dinge in Griffweite aufbewahren, die Sie glücklich machen oder zumindest ablenken. Denn Frust-Essen wirft einen letztlich nur noch mehr aus der Bahn. Belohnen Sie sich stattdessen für die kleinen Erfolge – nur eben mit einer Alternative zum ungesunden Snack.

  • Diätfehler vermeiden: Nicht ausreichend dokumentieren

    Nicht ausreichend dokumentieren

    Es klingt so einfach, dass man es schnell mal auf die lange Bank schiebt. Dabei kann das Dokumentieren von Mahlzeiten, bestenfalls sogar mit Kalorien- und Nährwerten, wichtiger Bestandteil jeder Diät sein. Für Menschen mit Diabetes, die sich sowieso schon viel mit ihrer Ernährung beschäftigen, bedeutet das zwar noch eine Sache mehr, die dokumentiert werden will – das ist aber sehr hilfreich: So haben Sie alle Ihre Mahlzeiten schnell auf dem Schirm und verhindern mit relativ wenig Aufwand, zu viel – aber auch zu wenig – zu essen.

    Neben Mahlzeiten bieten sich natürlich auch andere Dinge zum Dokumentieren an, etwa Sporteinheiten. Wie beim Diabetes-Tagebuch gilt übrigens auch hier: Als Alternative zum klassischen Papier-Tagebuch gibt es für jeden Bedarf ein Angebot an Apps.

  • Diätfehler vermeiden: Qualität statt Quantität

    Qualität statt Quantität

    Auch wenn der Blick auf die sinkenden Zahlen auf der Waage verlockend ist: Kilogramm sind nicht unbedingt der Richtwert, nach dem man den Erfolg einer Diät mit Sicherheit bestimmen kann. Wenn man zusätzlich etwa viel Muskeltraining macht, kann das Gewicht trotz Magerkost stagnieren – oder sogar mehr werden. Denn ein Sprichwort stimmt tatsächlich: Muskeln wiegen mehr als Fett. Man kann also durchaus Fett verlieren, ohne dass man das direkt auf der Waage erkennt. Lassen Sie sich also nicht gleich entmutigen, wenn sich der Zeiger nicht nach unten bewegt: Nehmen Sie stattdessen ein Maßband zu Hilfe – damit können Sie die Veränderungen besser nachvollziehen.