Wie sie sich zu mehr Bewegung im Alltag anschubsen

So kuscht der Innere Schweinehund

Sie haben vor, mehr Bewegung in Ihren Alltag einzubauen aber Ihr Schweinehund ist von der hartnäckigen Sorte? Mit diesen 8 Strategien machen Sie ihm Beine. 

Im Alltag zu mehr Bewegung anschubsen
Ihr Schweinehund sträubt sich vor allem gegen eins: Veränderung.

1. Finden Sie Ihr individuelles "Warum"

Sport ist gesund, klar – damit wir uns die Trainingsschuhe aus der hintersten Ecke des Schuhschranks holen, braucht es jedoch mehr als diese Erkenntnis: Nur unser ganz persönlicher Grund für mehr Bewegung treibt uns wirklich an. Was ist Ihrer? Wenn Sie Sport treiben, wird sich Ihr Körper verändern: Sie werden langsamer müde, Ihre Muskeln wachsen und Sie nehmen mit hoher Wahrscheinlichkeit ab. Auswirkungen zeigen sich auch auf die Psyche: Sport erhöht Ihre Leistungsbereitschaft im Alltag, stärkt Ihr Selbstvertrauen und verbessert Ihr Selbstwertgefühl. Nicht zuletzt liefert Ihr Diabetes gute Gründe für mehr Bewegung. Der Blutzuckerspiegel sinkt und die Insulinempfindlichkeit sowie die Glukosetoleranz steigen. Bei Typ-2-Diabetes können langfristig sogar diabetische  Folgeerkrankungen hinauszögert werden.

2. Große Ziele unterteilen

10 Kilo abnehmen, ein Waschbrettbauch und ein Marathonlauf im Sommer? Zu große Ziele scheinen zu Beginn unerreichbar und können demotivieren. Schaffen Sie sich kleine Zwischenetappen: Diesen Monat immer Treppen laufen statt den Aufzug zu nehmen, diese Woche zweimal Sport machen oder heute mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. So ist es leichter, auch das große Ziel nicht aus den Augen zu verlieren,

3. Der Weg des geringsten Widerstands

Sie sind abends voll motiviert und nehmen sich für den kommenden Tag Sport vor? Jetzt ist die ideale Zeit, um dafür alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Legen Sie Ihre Sportklamotten bereit, stellen Sie die Trainingsschuhe vors Bett oder vor die Tür, laden Sie sich Ihre Musik fürs Workout herunter und stellen Sie sich eine Erinnerung am Handy ein - so schaffen Sie ideale Bedingungen, um am nächsten Tag gleich loszulegen.

4. Das Training in den Alltag integrieren

Ihr Terminplan ist einfach zu voll? Es gibt viele Wege, Sport in den Alltag zu integrieren ohne dafür andere Aktivitäten sausen zu lassen. Fahren Sie mit dem Rad zur Arbeit oder nutzen Sie Ihre Mittagspause für einen Spaziergang. Gehen Sie tanzen, statt ins Kino. Lassen Sie das Auto für kurze Wege stehen. Oder tauschen Sie doch mal eine festgefahrene Gewohnheit in Ihrem Tagesplan gegen Bewegung aus: Sie holen sich abends Erholung vor dem Fernseher, nachdem Sie schon den ganzen Tag gesessen sind? Eine 30-minütige Trainingseinheit lässt Sie viel besser entspannen. Stress wird effektiver abgebaut, der Kopf befreit und der Schlaf in dieser Nacht tiefer und erholsamer. Dafür muss es nicht gleich ein Dauerlauf sein: Auch ein Fitness-Spiel auf der Wii oder ein Abendspaziergang können Wunder tun.

5. Entwickeln Sie Routine

Ihr Schweinehund sträubt sich vor allem gegen eins: Veränderung. Wenn der Sport erst einmal fest in den Alltag integriert ist, schmilzt sein Widerstand und Sie benötigen immer weniger Überwindung. Sie werden jetzt merken, dass Ihnen die Bewegung fehlt, wenn Sie sie einmal nicht bekommen! Sie fahren jetzt jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit oder gehen immer abends auf einen kurzen Spaziergang? Toll, als Pumpenträger oder ICT-Patient hilft Ihnen diese Routine auch bei der Planung Ihrer Insulindosis – eine weitere Hürde im Kampf gegen das auf-der-Couch-liegen-bleiben ist damit aus dem Weg geräumt.

6.Sozialen Druck aufbauen

Erzählen Sie Freunden und Familie von Ihrem sportlichen Vorhaben. Eine neugierige Nachfrage, wie Ihr Training läuft, macht Ihnen den Rückzieher in die Gemütlichkeit schwerer. Auch ein Trainingspartner hilft, am Ball zu bleiben. Das kann der Kollege sein, der mittags mit auf den Spaziergang geht, oder die Freundin, mit der Sie sich zum Sport verabreden. Gemeinsam Ziele zu verfolgen schweißt zusammen und macht Spaß!

7. Belohnen Sie sich

Neue Jeans für die sportlichere Figur, ein toller Sportkopfhörer oder lieber ein Saunagang? Mit Belohnungen setzen Sie die richtigen Anreize zum Durchhalten. Auch eine schöne Möglichkeit: Erzählen Sie Freunden von Ihren Erfolgen – das motiviert und macht Ihnen selbst nochmal klar, was Sie schon geschafft haben! Letztendlich werden Sie jedoch bereits direkt nach dem Sport belohnt: Egal wie mies gelaunt oder schlapp Sie anfangen – nach der Bewegung fühlen Sie sich immer besser als vorher.

8. Zu guter Letzt: Nutzen Sie die Kraft der Musik!

Musik verleiht Flügel. Sie lenkt uns von kleinen Wehwehchen während des Trainings ab, verhindert Langeweile und unterstützt die entspannende, freudespendende Wirkung von Bewegung. Stellen Sie sich Ihre individuelle Playlist zusammen und dann kann's losgehn!