Wie Sie bei Diabetes per E-Bike leichter in Schwung kommen

Pedalritter unter Strom

Eigentlich würden Sie gern mehr mit dem Rad fahren, schon alleine der Umwelt und der Gesundheit zuliebe – aber aller Anfang ist schwer? Pustekuchen! Sie können sich auch aufs E-Bike schwingen. Warum die elektrischen Drahtesel auch bei Typ-2-Diabetes ideal sind und was eine britische Studie dazu sagt, lesen Sie hier.

Mit E-Bikes leichter in Schwung kommen – ideal für Menschen mit Typ-2-Diabetes
Auf die sanfte Tour: Mit E-Bikes fällt es einfach leichter, mehr Bewegung in den Diabetes-Alltag zu bringen

Sport ist ja eine super Sache, um bei guter Gesundheit zu bleiben und fit zu werden. Doch manchmal hat man seine liebe Not damit, den inneren Schweinehund zu besiegen und in die Gänge zu kommen. Leichter fällt’s mit elektronischer Unterstützung: E-Bikes, auch Pedelecs genannt, eignen sich perfekt für den Einstieg in sportliche Gefilde. Das bezeugt auch eine britische Studie, bei der Menschen mit Diabetes Typ-2 mit E-Bikes ausgestattet und 20 Wochen begleitet wurden.

Schnell ein paar Besorgungen erledigen, sich ohne großes Schweißtreiben durch den Verkehr zur Arbeit mogeln und schöne Freizeit-Ausflüge machen –18 Studienteilnehmer haben fünf Monate lang alles gegeben. Dabei legten sie durchschnittlich 21 Kilometer pro Woche zurück, ihre Ausdauer verbesserte sich um knapp elf Prozent. Ein Großteil blieb übrigens auch nach Studienende bei der Stange: 14 von ihnen legten sich nämlich ein eigenes E-Bike zu.

Typ-2-Diabetes: Ein Rad greift ins andere

Die Vorteile von E-Bikes liegen auf der Hand bzw. in den Pedalen: Radeln kurbelt den Kreislauf an, stärkt das Herz und hilft beim Abnehmen. Und da Übergewicht und Typ-2-Diabetes ja häufig zusammenkommen, bringt die gelenkschonende Fortbewegungsart etwaige Bewegungsmuffel in mehrerlei Hinsicht voran:

  • E-Bikes sind ein prima Motor für einen aktiveren Lebensstil. Gerade weniger trainierte und ältere Menschen können frischen Mut fassen und längeren Wegstrecken, steilen Anstiegen oder Gegenwind tapfer entgegentreten. Die Hemmschwelle, sich auf das E-Rad zu schwingen sinkt, dafür halten Spaß und Motivation Einzug.
     
  • (Rad-)Sport ist ein natürlicher Blutzuckersenker und verbessert die Insulinwirkung. Langfristig bedeutet das: weniger bis gar keine Tabletten einnehmen bzw. weniger Insulin spritzen. Um diesen Effekt zu erreichen, sind fünf bis sechs Mal die Woche jeweils 30 Minuten sportliche Betätigung angesagt. Und genau das lässt sich mit dem E-Bike ziemlich leicht zuwege bringen.
     
  • Regelmäßige Bewegung ist ein wichtiger Schlüssel, um Typ-2-Diabetes zu behandeln – überflüssige Pfunde, vor allem Bauchfett, mindern die Insulinempfindlichkeit, sodass die Körperzellen schlechter auf Insulin ansprechen. Hier kommt E-Bike-Fahren als Ausdauersportart ins Spiel.
     
  • Außerdem gehen die Kilos auf die Knochen und die Gelenke. „Loswerden = Losfahren“ heißt die Devise – und so schlägt das gelenkfreundliche Elektro-Rad viele Fliegen mit einer Klappe.
     

Auf die sanfte Tour

Pedelecs sind einfach nett. Sie laden ein, sich sachte fit zu radeln und verbessern behutsam die Blutzucker-Einstellung. Wer nun allerdings meint, E-Bikes fahren von alleine und seien mit null Anstrengung verbunden, liegt leicht daneben.

Pedelec-Fahrer müssen selbst beständig in die Pedale treten. Gewöhnlich können sie dabei zwischen verschiedenen Unterstützungsstufen wählen oder den Motorantrieb ganz ausschalten. Ab einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern drosselt der Motor automatisch.

Na, Lust bekommen, sich in den Sattel zu schwingen? Helm aufsetzen bitte nicht vergessen. Und falls Ihre letzte Radtour schon eine Weile her sein sollte und Sie aus der Übung geraten sind: Schauen Sie am besten vorher bei Ihrem Arzt vorbei und lassen Sie sich zum Einstieg ins Radlerdasein beraten.

Übrigens: Wer gerne mal ein E-Bike ausprobieren möchte, kann das wunderbar mit dem nächsten Urlaub verbinden. In vielen Ferienorten gibt es Leihstationen, die teilweise auch Schnupperkurse anbieten. E-Bikes werden eben immer beliebter.

Wie sieht das bei Ihnen aus? Was halten Sie von der neuen Rad-Mobilität? Teilen Sie Ihre Gedanken und Erfahrungen mit der #meinbuntesleben Community. Werden Sie zum Geschichtenerzähler! Wir freuen uns auf Ihre Story!