Wie das neue Langzeit-CGM System in Finns Alltag passt

Eversense XL: 6 Monate im Selbstversuch

In Sachen CGM ist Finn schon ein alter Hase. Nun probiert er das neue Eversense XL aus. Welche Erfahrungen er bis jetzt damit gemacht hat, lesen Sie hier.

Wie das neue Langzeit-CGM System in Finns Alltag passt
Finn kennt sich aus wenn es um CGMs geht – sein Eversense XL Sensor misst schon nach wenigen Tagen „sehr, sehr genau“

Dadurch, dass ich CGM-Systeme bereits viele Jahre trage, konnte ich schon Erfahrungen mit den verschiedensten CGM-Modellen anderer Hersteller sammeln.

Da ich im Mai 2017 von dem ersten Eversense CGM System, das auf den Markt kam, nicht sehr überzeugt war (nicht wasserfest, kürzere Tragedauer von 90 Tagen), war ich umso gespannter, als ich kurz vor meinem diesjährigen Sommerurlaub die Möglichkeit bekommen habe, die neueste Version – das Eversense XL CGM System – auszuprobieren.

Das Einsetzen des Sensors

Hierzu hatte ich mir vorab schon die dazugehörige App auf mein Handy geladen und war dementsprechend auf das Einsetzen gespannt. Da saß ich nun ein paar Tage später in der Uniklinik in Lübeck und war dann doch ein wenig aufgeregt. Aber ich muss gestehen, es war wirklich sehr, sehr einfach. Nach Desinfektion und örtlicher Betäubung folgte ein kurzer Schnitt und schon konnte das System seinen Dienst aufnehmen. Ich wollte mich hier noch mal in aller Form bei dem Team von der Diabetes-Ambulanz der Uniklinik bedanken, dass es alles so unkompliziert lief.

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Die Pflaster des Eversense XL halten bei Finn sehr gut – nur beim Sport fixiert er den Smart Transmitter noch zusätzlich

Die Wunde vom Einsetzen des Sensors verheilte sehr gut und nach wenigen Tagen sind die Wundverschlusspflaster schon abgefallen. Von anderen Eversense XL Nutzern hatte ich vorher gehört, dass sich das System die ersten Wochen einspielen muss und es zu Abweichungen kommen kann. Das war bei mir zwar auch der Fall, aber hielt sich in Grenzen. Nach 2–3 Tagen waren meine Werte schon fast so, wie ich es von meinem bisherigen Sensor gewohnt war: sehr, sehr genau. Auf ging es für mich in den wohlverdienten Sommerurlaub mit dem Bulli.

Die ersten Erfahrungen

In der ersten Woche hatte ich immer mal wieder keine Werte, weil der Transmitter die Fehlermeldung ausgab, er sei zu viel Licht ausgesetzt. Ich hatte mich dann u.a. in geschlossenen Facebookgruppen informiert und gelesen, dass es sich meist nach wenigen Tagen reguliert. Und so war es dann auch: Genauso schnell wie die Fehlermeldung kam, war sie auch wieder weg.

Eversense XL: 6 Monate im Selbstversuch
Nach wenigen Tagen sind bei Finn die Wundverschlusspflaster schon abgefallen. Die Einsetzstelle verheilte problemlos

Man muss den Sensor 2x am Tag kalibrieren und den Transmitter alle 24 Stunden aufladen. Das habe ich in meinen Tag sehr gut integriert: Morgens nach dem Aufstehen nehme ich den Smart Transmitter ab, lade ihn auf und gehe dann duschen. Nach dem Duschen ist der Smart Transmitter aufgeladen und beim Frühstücken klebe ich den Smart Transmitter wieder auf und kalibriere das System. Die zweite Kalibrierung mache ich abends vor dem Abendessen.

Das Pflaster macht bei mir auch keine Probleme. Es hält bei mir sehr gut und ich fixiere den Smart Transmitter nur beim Sport noch mal extra. Sport ist auch ein gutes Thema. Ich teste gerade fleißig ... Beim SUPen (Anmerkung: Stand Up Paddle), Windsurfen und Fußball. Dazu mehr aber im nächsten Beitrag !