Blutzucker messen: Was ist eigentlich die ISO-Norm 15197?

So genau ist das neue Genau

Woran erkennt man ein gutes Blutzuckermessgerät? Es sollte genau messen und einfach zu handhaben sein. Eine Orientierungshilfe dafür liefert die ISO-Norm 15197. Lesen Sie hier, was dahinter steckt.

Accu-Chek Blutzuckermessgeräte erfüllen die ISO-Norm
Genauigkeit und Anwenderfreundlichkeit: Die ISO-Norm 15197 für Blutzuckermessgeräte legt Maßstäbe fest. Die Accu-Chek Produkte erfüllen diese bereits seit Jahren.

Wer entscheidet eigentlich, wie groß ein DIN-A-4 Blatt ist? Um solche Fragen kümmert sich das Deutsche Institut für Normung – auf internationaler Ebene heißt das Ganze dann ISO-Norm. Auch bei der Qualität von Blutzuckermessgeräten hat man sich auf eine solche Norm festgelegt: Hier gilt ab Mai 2016 verbindlich die ISO-Norm 15197:2013.

Das erste Gerät zum Selbermessen kam 1968 auf den Markt und wog 1,1 Kilogramm. Seit dem hat sich viel getan: Moderne Blutzuckermessgeräte wie Accu-Chek Aviva Connect wiegen ca. 40 Gramm und passen in jede Hosentasche. Auch in Sachen Messgenauigkeit werden die Geräte immer besser. Ab Mai 2016 erweitern und verschärfen sich die Anforderungen an Blutzuckermessgeräte. Bei einer aufeinanderfolgenden Anzahl von Messungen müssen die Werte innerhalb eines vorgegebenen Bereichs liegen. Auch zum Referenz-Laborwert darf dabei nur eine bestimmte maximale Abweichung erzielt werden. Geräte, die das nicht erfüllen, gelten als ungenau und dürfen nicht auf den Markt gebracht werden.

Bei der neuen ISO-Norm 15197 spielen auch eine patientenfreundlichere Handhabung und der Einfluss von zahlreichen Störgrößen auf das Messergebnis eine Rolle. Übrigens: Alle aktuellen Blutzuckermessgeräte von Accu-Chek erfüllen bereits heute alle Anforderungen der neuen und verschärften ISO-Norm 15197:2013.

Für Geeks und Zahlen-Nerds: Wie genau ist denn nun das neue Genau?

Je niedriger der tatsächliche Blutzuckerspiegel, desto weniger darf sich das Gerät vermessen.

Bei unter 100 mg/dl darf der gemessene Wert nicht mehr als 15 mg/dl vom tatsächlichen Wert abweichen. Ab einem Wert von 100 mg/dl darf die Abweichung höchstens 15 Prozent betragen.  

Was heißt denn das, eine 15 prozentige Abweichung?

Liegt der tatsächliche Blutzuckerspiegel zum Beispiel bei 120 mg/dl, dann wäre es noch im Rahmen, wenn das Gerät stattdessen einen Wert von 138 mg/dl anzeigt. 18 mg/dl zu hoch – die Abweichung beträgt genau 15 Prozent. Die neue ISO-Norm macht damit strengere Vorgaben: Bisher lag die tolerierte Abweichung noch bei 20 Prozent.

Und was ist, wenn das Gerät einmal völlig danebenliegt?

Wenn Ihnen der Messwert absolut nicht plausibel vorkommt, prüfen Sie am besten erst mal folgende Punkte:

  • Befinden sich vielleicht noch Zuckerrückstände an Ihren Fingern?
  • Ist es vielleicht zu heiß oder zu kalt für Ihr Blutzuckermessgerät?
  • Ist die Luftfeuchtigkeit eventuell zu hoch? Teststreifen sind bei hoher Luftfeuchtigkeit sehr empfindlich. Falls Sie öfter einer hohen Luftfeuchte ausgesetzt sind, empfiehlt sich vielleicht ein Blutzuckermessgerät, das hier mitdenkt: Accu-Chek Aviva Connect erkennt dank150 Sicherheitschecks vor und während jeder Messung Einflüsse durch Luftfeuchtigkeit und Temperatur.

Ein Blutzuckermessgerät sollte genügen

Noch ein allgemeiner Tipp: Zwei oder mehr unterschiedliche Blutzuckermessgeräte zu verwenden, mag im Alltag aus unterschiedlichsten Gründen vorteilhaft erscheinen. Aber gerade mit Blick auf die erlaubte Abweichung wird deutlich, warum man nur auf ein Messgerät setzen sollte: Werden zwei Geräte mit unterschiedlichen Abweichungen verwendet, kann das zu Verwirrung und fehlerhaften Interpretationen führen. Nutzen Sie nur ein Gerät, können Sie sich individuell auf die gemessene Werte einstellen und lernen mit ihnen umzugehen.