Ramona testet das Eversense XL CGM System

Über leere Schränke, neue Routinen und Vibrationen in der Nacht

26.05.2020 / #meinbuntesleben Redaktion
Jemand befestigt den Eversense Smart Transmitter am Arm
Bloggerin Ramona berichtet über ihre Erfahrungen mit Eversense XL.

Eigentlich wollte Ramona nach Prag – mit ihrem Freund und mit Eversense XL an ihrer Seite. Stattdessen schwelgt sie in Erinnerungen an die letzten Urlaube und berichtet uns über ihre weiteren Erfahrungen mit Eversense XL im Alltag.

Hier geht’s zum ersten Beitrag von Ramona.

Tja, Leute, eigentlich wollte ich diesen Beitrag ganz anders beginnen. Nicht nur beginnen, auch fortführen - eigentlich sollte dieser Beitrag über einen Kurztrip nach Prag gehen. Und dann kam Corona. Verdammt! Aber um Corona soll es hier heute nicht gehen - stattdessen wird es heute darum gehen, was eigentlich der Eversense XL CGM-Sensor macht, der sich seit Mitte Dezember in meinem Arm befindet.

Wie läuft es bisher mit dem Eversense XL?

Zuerst einmal: Das Einsetzen war absolut nicht schlimm, wie ich ja hier bereits berichtet habe. Ich bin auch nach wie vor nicht postoperativ traumatisiert davon. ;)

Die Narbe am Arm, wo der Sensor unter der Haut platziert wird, ist auch nach 3 Monaten durchaus noch leicht sichtbar, aber das haben Narben halt so an sich. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass Narben bei mir noch nie einfach, schnell und schön abgeheilt sind, sondern immer ihre Zeit brauchen, um zu verblassen. Optisch stört sie mich aber nicht.

Was hat sich im Diabetes-Alltag mit dem Eversense XL verändert?

Leere Schränke: Tatsächlich ändert so ein neues CGM im Diabetes-Alltag mehr, als man zuerst denkt. Vor allem ändert sich was im Diabetes-Vorratsschrank: Der ist nämlich auf einmal ziemlich leer, weil ja der Sensorwechsel alle 10 bis 14 Tage, wie man ihn von anderen Systemen kennt, entfällt. Mehr als das Ladegerät und die Pflaster für den Smart Transmitter braucht man nicht mehr. Das wäre für mich auch ziemlich praktisch beim Packen für die Reise nach Prag gewesen.

Neue Routinen: Woran ich mich erst wirklich gewöhnen musste, war das Aufladen des Smart Transmitters. Nach ungefähr 24 bis 36 Stunden ist dieser nämlich leer, und wenn er leer ist, gibt´s natürlich keine Werte. Eigentlich sollte es ja kein Ding sein, ihn einfach beim Duschen aufzuladen - aber da der Mensch ein Gewohnheitstier ist und der Eversense XL-Transmitter wasserdicht, ist er ziemlich oft unter der Dusche drangeblieben und aufgefallen ist mir das erst, als irgendwann der Akku leer war. Nachdem man es ein paar Mal auf die harte Tour gelernt hat, merkt man es sich aber irgendwann. Es passiert mir kein 17. Mal, ganz sicher! :D

Akkuladegerät, Pflaster und Smart Transmitter für das Eversense XL
Eversense XL brachte neue Routinen in das Leben von Ramona – dazu gehört auch das tägliche Aufladen des Smart Transmitters.

Alarme in der Nacht: Was neu und ungewohnt für mich war, war das Vibrieren des Smart Transmitters am Arm, sobald die Glukosewerte den eingestellten Zielbereich verlassen. Aber im positiven Sinne: Ich überhöre nachts Alarme sehr gerne, aber vom Vibrieren am Arm wache ich nachts ziemlich schnell auf. Außerdem funktioniert der Vibrationsalarm auch, wenn das Smartphone nicht in der Nähe ist.

Silikonfreie Pflaster: Die Pflaster vertrage ich gut, sowohl das "normale" weiße Pflaster als auch die transparenten Sportpflaster. Da diese hypoallergen sind, habe ich mir da vorher auch keine Gedanken gemacht, trotz meiner eher empfindlichen Haut.

Hinweis: Eversense XL & alle Verbrauchsmaterialien wurden mir von Roche Diabetes Care Deutschland für einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten kostenfrei zur Verfügung gestellt, um meine Erfahrungen damit zu teilen. Meine Meinung wird hiervon nicht beeinflusst.