Tipps zum Wechsel von OAD zur Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes

Nahtloser Übergang

Häufig heißt es auch bei Typ-2-Diabetes früher oder später: Insulintherapie. Was genau bedeutet das, welche Umstellungen kommen wirklich auf Sie zu? Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps, die Ihnen den Übergang zur Insulintherapie erleichtern.

Tipps zum Wechsel von OAD zur Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes
Der Übergang von OAD zur Insulintherapie kann für Menschen mit Typ-2-Diabetes weniger steinig sein als erwartet.

Eine Umstellung von Medikamenten (OAD – Orale Antidiabetika) auf Insulin ist für Menschen mit Typ-2-Diabetes meist negativ besetzt. Die bisherige Therapie wird als erfolglos angesehen, ganz zu schweigen von den erwarteten Auswirkungen einer Insulintherapie auf den Tagesablauf: Spritzen, weniger Flexibilität, erhöhtes Risiko für Hypoglykämien.

Wann ist die Umstellung zur Insulintherapie nötig?

Wird bei Typ-2-Diabetes mit Hilfe von Lebensstiländerungen und OAD keine zufriedenstellende Blutzucker-Einstellung mehr erreicht, ist Insulin meist der nächste Schritt. Oft ist das der Fall, wenn die Bauchspeicheldrüse „ermüdet“: Nach jahrelangem Bemühen, die Insulinresistenz durch vermehrte Insulin-Ausschüttung zu kompensieren, stellt sie nur noch wenig oder kein Insulin mehr her. Die Umstellung kann sich auch nach einem bestimmten HbA1c-Wert  (z.B. über 7,5%) richten. Prinzipiell wird Ihr Arzt diese Entscheidung aber nach Ihrer individuellen Ausgangslage treffen – das betrifft auch die Art der Umstellung zur Insulintherapie.

Täglich Insulin spritzen

Auch ohne echte Spritzen-Phobie wird kaum jemand von der Vorstellung begeistert sein, sich täglich zu piksen. Aber zunächst kann „täglich“ tatsächlich nur einmal täglich bedeuten: Dies kann bei sogenannten Kombinationstherapien der Fall sein – hier werden weiterhin OAD eingenommen. Mittlerweile gelten solche Therapieformen auch zunehmend als eigenständig und nicht nur als Übergangsstadium.

Für die meisten Menschen mit Diabetes ist eine Kombinationstherapie wie die Basal-unterstützte Orale Therapie (BOT) jedenfalls ein passender Einstieg in die Insulintherapie. Optionen, die nur einmal tägliches Insulinspritzen notwendig machen, haben für „Anfänger“ auch den Vorteil, dass man sich langsam an den Umgang mit den Pens gewöhnen kann. Generell ist es so, dass die modernen Pens eine Insulintherapie enorm erleichtern. Halten Sie sich am besten an diese Tipps zum richtigen Insulinspritzen.

Von was muss ich wieviel wie oft spritzen?

Egal ob Kombinationstheorie mit nur einmal Spritzen täglich oder direkter Einstieg in eine ICT: Zu Beginn wird Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Therapieschema festlegen, das auf Ihre persönliche Lebenssituation zugeschnitten ist. Nehmen Sie am besten zusätzlich das Angebot an Schulungen wahr, um sich wirklich sicher zu fühlen.

Prinzipiell besteht die ICT aus mindestens zwei Insulinen: Der basale Insulinbedarf (Grundbedarf) wird durch ein Verzögerungsinsulin gedeckt, das ein- bis dreimal täglich mit einem Insulin Pen zugeführt wird. Zusätzlich wird zu den Mahlzeiten kurzwirksames Insulin gespritzt (Bolus). Die Bolusgaben richten sich nach den aktuellen Blutzuckerwerten und Kohlenhydratmengen in den Mahlzeiten.

Blutzuckermessen nicht vergessen

Regelmäßig den Blutzucker zu messen ist wesentlicher Bestandteil einer Insulintherapie – z.B. um die benötigte Insulinmenge für Ihren Bolus zu ermitteln. Mit ein paar Hilfestellungen lässt sich das Messen weitgehend schmerzfrei durchführen. Moderne Blutzuckermessgeräte sind zudem in der Regel ebenso schnell wie zuverlässig und können Sie sogar beim Datenmanagement per App unterstützen.

Unser Tipp: wählen Sie gerade zu Beginn ein Gerät, das das Blutzuckermessen wirklich leichter macht - wie Accu-Chek Guide. Die innovative Teststreifenbox erleichtert Ihnen die Handhabung der Teststreifen: Darin sind sie immer ordentlich aufgereiht und lassen sich so leichter entnehmen. Um das noch leichter zu machen, dürfen Sie sogar die obere Seite der Teststreifen berühren. Zudem ist die Blutauftragsfläche deutlich breiter und erleichtert so das Auftragen des kleinen Bluttropfens, und der beleuchtete Teststreifeneinschub macht das Messen auch im Dunkeln leichter. Hier können Sie Accu-Chek Guide unentgeltlich testen.

Wenn Sie Ihren Blutzucker regelmäßig kontrollieren, haben Sie schon einen großen Schritt gegen das Risiko von Unterzuckerungen getan. Hier haben wir zusammengefasst, wie Sie eine herannahende Hypo erkennen und was Sie dagegen tun können [ Link Artikel Wenn die Hypo kommt ], und hier können Sie Ihr Wissen über Hypos spielerisch auffrischen.

Dick durch Insulin?

Quasi als i-Tüpfelchen zu allem anderen: Es heißt, Insulin sei ein wahrer Dickmacher. Aber das muss nicht der Fall sein. Im Schnitt sind es 2 bis 4 Kilogramm, mit denen zu Beginn einer Insulintherapie gerechnet werden kann – und dem können Sie schon im Vorfeld begegnen. Hier haben wir Ihnen Tipps zum Zusammenhang Insulintherapie und Körpergewicht zusammengestellt.

Sie tun es für sich!

Halten Sie sich beim Beginn einer Insulintherapie vor Augen, was der eigentliche Zweck der Übung ist: Eine verbesserte Stoffwechsellage, die hilft Akut- und Folgeerkrankungen zu vermeiden. So gesehen bedeutet die Insulintherapie eben nicht mehr Umstände – sondern die Chance, die Lebensqualität zu erhalten oder vielleicht sogar zu verbessern.