Mit Eversense beim Dubai-Marathon: Tobias Schulte berichtet von seinem Lauf mit dem Eversense CGM System

Persönliche Typ-1-Bestzeit am Persischen Golf

Tobias Schulte lebt seit zwei Jahren mit Typ-1-Diabetes – was ihn nicht daran hindert, weiterhin begeistert Marathon zu laufen. Hier erzählt er der #meinbuntesleben Community, wie ihn das Eversense CGM System beim Marathon in Dubai unterstützt hat, einen persönlichen Rekord aufzustellen.

Mit Eversense in Dubai: Marathonläufer Tobias Schulte
Kann mit Eversense seine Läufe wieder genießen: Tobias Schulte in Dubai

Es ist 6.40 Uhr und bereits 18 Grad warm. Es ist herrlich im Januar in kurzer Hose und T-Shirt hier in Dubai an der Startlinie zu stehen. In 20 Minuten erfolgt der Startschuss zu meinem insgesamt 89. Marathonlauf. 

Zum 10. Mal laufe ich in Dubai, zum fünften Mal einen Marathon mit dem Eversense CGM System. Der Blick auf die Uhr zeigt mir einen Glukosewert von 230. Sehr gut, der Wert wird gleich noch ansteigen. Ich weiß, dass man normalerweise mit so einem hohen Wert keinen Sport machen sollte, aber bei dieser Strecke möchte ich bewusst mit einem Wert von ca. 240 um 7 Uhr das Rennen starten, damit ich Hypos vermeide.

Eversense ermöglicht es, die Alarmeinstellungen individuell anzupassen: so erhalte ich persönlich 10 Minuten, bevor ich einen Wert von 75 bzw. 200 erreiche eine Warnung. Außerdem werde ich gewarnt, wenn eine extreme Glukosewertänderung eintritt. 

Mit Eversense kann ich meine Läufe wieder genießen: Der Lauf steht im Vordergrund und nicht mein Diabetes. Der Glukosewert ist nur einer von vielen Indikatoren, die ich auf meiner Laufuhr kontrollieren kann – nicht mehr, nicht weniger. 

Wie auch im letzten Jahr nehme ich mir vor, mich vom System über die Distanz steuern zu lassen und den Glukosewert nur dann zu überprüfen, wenn eine Eversense Nachricht auf meiner Smartwatch erscheint. Einfach mal wieder laufen wie vor meiner Diagnose im Januar 2016, ohne ständige Kontrolle. Getreu dem Motto „mein Begleiter Eversense wird sich schon melden, wenn etwas nicht in Ordnung ist“.

Nichts dem Zufall überlassen

Der Wecker klingelte heute um 4.15 Uhr, der deutschen Zeit sind wir 3 Stunden voraus. Nach dem Aufstehen muss ich zunächst „Kalibrieren“. Es ist sehr gut, dass man die Kalibrierungszeit auf den Ablauf des Tages anpassen kann. Den Hinweis „Jetzt kalibrieren“ während des Laufs zu erhalten, wäre ja ziemlich nervig. Die 15-minütige Kalibrierungsphase nutze ich, um nochmal die Laufausrüstung zu überprüfen.  

Seit meiner Diagnose habe ich auf Langdistanzen nun immer einen Laufrucksack dabei. Ich möchte nichts dem Zufall überlassen. 0,5 Liter Cola, diverse Gels und Glukose sowie ein Accu-Chek Mobile Blutzuckermessgerät gehören genauso in das Gepäck wie mein Insulin-Pen. Und da ich mein iPhone für die Nutzung des Eversense dabei habe, habe ich auch gleich noch einen Bluetooth-Kopfhörer gekoppelt, um mich zwischendurch mal mit etwas Musik zu dopen. 

Im Rucksack sind noch zwei Ersatzpflaster, für den Fall, dass sich der Transmitter aufgrund der Schweißbildung löst. Um es vorwegzunehmen: Pflaster, Insulin und das Messgerät habe ich letztlich nicht gebraucht, aber sicher ist sicher. 

Gute Aussichten 

Heute möchte ich eine neue persönliche Typ-1-Bestzeit laufen. Das bedeutet, es gilt 3 Stunden und 29 Minuten zu unterbieten. Der Trainingsverlauf in den letzten Wochen könnte dies ermöglichen. Allerdings hat es Eversense mir über Weihnachten auch sehr leicht gemacht, viel zu viel Schokolade zu essen. Ich hoffe die zahlreichen Dominosteine und Schokoweihnachtsmänner werden mir auf den letzten Kilometern nicht zum Verhängnis. 
 

Mit Eversense und Smartwatch Glukosewerte immer im Blick
Praktisch: Auf der Smartwatch kann Tobias seine Glukosewertewerte immer im Blick behalten

Der Startschuss fällt, mit einem Glukosewert von 239 geht es auf die Strecke. Nach 8 Kilometern vibriert der Transmitter am rechten Oberarm. Die Warnung eines zu hohen Glukosewerts (210) ist positiv, ein gewisses Polster über der 200er Marke ist für mich zu Beginn einer Langdistanz gut. 

Nach 14 km um 8.11 Uhr eine erneute Warnung, der Blick auf die Smartwatch zeigt den Glukosewert 229. Wunderbar, denke ich mir, schon ein paar Kilometer in den Beinen und noch über 200. Dann laufe ich 1 Stunde und 15 Minuten mit einem Tempo von durchschnittlich 4:59 min/km. 

Während dieser Zeit genieße ich die beeindruckende Szenerie der Stadt. Beispielsweise geht es vorbei an der Jumeirah Palm, mehrfach am Burj Al Arab und weiter stets entlang am Jumeirah Beach. Rechts von mir kann ich meist den eindrucksvollen Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt, sehen. 

Sorgenfrei ins Ziel

In der Zwischenzeit sind es bereits weit über 20 Grad. Mein Eversense CGM System rührt sich nicht, somit fühle ich mich sicher und konzentriere mich voll auf schnelle Kilometerzeiten. Der Glukosewert geht langsam aber stetig runter, bei Kilometer 22 liegt er bei 142 Tendenz fallend, verbunden mit einer hilfreichen Warnung. Zwei Marathongels vermischt mit etwas Cola führen zu einem Wert von 171, Kilometer 29 ist hier bereits erreicht. 

Nach einer Redensart besteht ein Marathon aus zwei Hälften, die zweite beginnt bei Kilometer 30. Jetzt wird sich zeigen, ob eine neue Bestzeit realistisch ist oder nicht. Die Beine fühlen sich gut an, glukosetechnisch mache ich mir keine Sorgen mehr, ich drücke auf das Tempo. 4:50 min/km laufe ich nun. 

Der „mein-buntes-leben“- Redaktion habe ich Bilder von der Strecke versprochen, für ein brauchbares Bild muss ich ca. 25 Sekunden Zeitverlust einplanen. Also noch etwas schneller laufen. 

Mit Eversense auf dem Dubai-Marathon: Tobias Schulte nimmt die lange Strecke
Dubai-Marathon: 4, 10 oder 42 km? Tobias entschied sich für die lange Strecke

Bei Kilometer 40 nach 3 Stunden und 19 Minuten Laufzeit bleibe ich stehen und mache ein Foto. In diesem Augenblick bin ich sehr glücklich. Die Bestzeit ist nicht mehr gefährdet und der Glukosewert liegt bei 126, ein phantastischer Rennverlauf. Mit einem Wert von 116 laufe ich nach 3 Stunden, 28 Minuten und 37 Sekunden überglücklich über die Ziellinie. 

Dubai-Marathon: Mit Unterstützung durch Eversense mit Bestwerten das Ziel erreichen
Ziel erreicht: mit Bestwerten und Unterstützung durch Eversense

Insgesamt war auch dieser Marathonlauf eine tolle Erfahrung, bei dem das Eversense CGM System eine hervorragende Unterstützung war. Es gibt mir aufgrund des Alarmsystems vor allem ein Höchstmaß an Sicherheit. Den Glukosewert auf der Uhr im Blick zu haben ist natürlich sehr praktisch und komfortabel. 

Ich habe auch bei diesem Lauf keine Sekunde verloren, um meinen Glukosewert zu überprüfen. Ich denke, ohne das Eversense CGM System wäre es viel schwieriger gewesen, zum einen so schnell, vor allem aber so sicher das Ziel zu erreichen.