Zuverlässige Diabetiker-Warnhunde, die nie trainiert wurden: Bina hatte bereits zwei

Mein Zucker und meine Hunde

Als ich Diabetiker wurde, hatten wir einen Dalmatiner-Colli Mischlingsrüden. Der, ohne Training, sofort meldete, wenn mein Zucker in eine Unterzuckerung abrutschte. Er machte lautstark darauf aufmerksam, dass bei mir etwas nicht stimmte. Ich konnte mich darauf verlassen. Leider starb er im hohen Alter von 11 Jahren.

Ohne Hund gefiel mir das so gar nicht und so bekam ich einen einjährigen Landseer. Es dauerte gar nicht lange, da war auch er ein Diabetiker-Warnhund. Auch wieder ohne jedes Training. Eines Nachts schlug er mit seiner Pfote auf mein Gesicht. Ich erschrak fürchterlich und wusste überhaupt nicht, was los war und stand auf. Da merkte ich, dass ich unterzuckerte und schon ziemlich weit unten war. Nach einem großen Glas Apfelsaft ging es dann wieder. Wenn ich dann später einen Unterzucker bekam und nach seiner "Schlägerei" nicht aufstand, raste er ins Treppenhaus und bellte in einem ganz bestimmten Rhythmus und Ton. So wusste mein Sohn Bescheid und kam mit Cola oder ähnlichem süßen Zeugs runter.

Später, als mein Sohn nicht mehr bei mir lebte, hat sich mein guter Hund noch tollere Dinge ausgedacht: Ich war dabei meine Zimmerdecke zu streichen. Mein Hund lag ganz ruhig neben meiner Leiter. Plötzlich stand er auf und schlug mit der Tatze auf der Leiter herum. Ich fühle mich auf Leitern nicht sehr wohl und wurde richtig böse, weil er einfach nicht aufhörte, und stieg herunter. Unten angekommen merkte ich, was los war und lobte meinen "sanften Riesen". Natürlich bekam er auch ein "Leckerli".

Das geschah, bevor es Diabetiker-Warnhunde durch ein bestimmtes Training gibt. Seit 2 Jahren lebt er nun nicht mehr. Die Spaziergänge mit ihm fehlen mir, aber ich will mir auch keinen Hund mehr zulegen.