Diabetes-Apps: Zertifizierung und Kompatibilität

Nur „Appetizer“ oder schon Medizinprodukt?

Mit modernen Diabetes-Apps wie der Accu-Chek Connect App funktioniert Diabetesmanagement per Smartphone, zum Beispiel mit der Live-Dokumentation, die ein handschriftliches Blutzuckertagebuch ersetzt. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, denn für einige Apps gelten dieselben Regeln wie für herkömmliche Medizinprodukte. 

Diabetes-Apps: Nur Appetizer oder schon Medizinprodukt?

Gesundheits-App oder medizinische App?

App-Stores bieten inzwischen unzählige Apps, die die zum Beispiel bei der Entspannung, beim besseren Verständnis des Körpers oder bei der gesunden Ernährung helfen. Diese werden „Gesundheits-Apps“ genannt und unterliegen keinen besonderen Bestimmungen. Diabetes-Apps, die über eine reine Tagebuchfunktion hinausgehen, gehören jedoch zu den medizinischen Apps. Sie machen zum Beispiel Therapie-Vorschläge, berechnen empfohlene Bolumengen oder steuern die Insulinpumpe – damit sind sie Medizinprodukte und benötigen ein CE-Kennzeichen.

Das CE-Zertifikat für Diabetes-Apps

Medizinische Apps richten sich primär an Patienten und Angehörige und sollen diese im Umgang mit einer chronischen Krankheit unterstützen. Diese Art Apps werden wie Medizinprodukte behandelt. Deshalb werden sie – genau wie andere Medizinprodukte auch – einer Vielzahl strenger Prüfungen unterzogen, bevor sie auf dem Markt kommen. Stellen Sie sich vor, eine App würde durch einen Softwarefehler falsche Blutzuckerwerte speichern oder eine falsche Empfehlung für einen Boluswert abgeben – die Folgen wären unter Umständen schwerwiegend. Besteht die App jedoch alle Tests, darf sie sich mit einem CE-Zertifikat zieren, das Ihre Qualität als medizinisches Produkt bestätigt.

Tests und Anpassungen für jedes Smartphone-Modell

Obwohl aufeinanderfolgende Smartphone-Modelle sich äußerlich meist ähneln, weisen deren Innenleben teils große Unterschiede auf. Diese Unterschiede können dazu führen, dass eine Diabetes-App nicht mehr fehlerfrei ausgeführt werden würde. Dadurch kann die Gesundheit der Benutzer gefährdet werden. Demit das nicht passiert, müssen in den meisten Fällen erst kleine Anpassungen vorgenommen werden, damit die App mit einem Smartphone-Modell kompatibel ist. Ein aufwändiger Prozess für eine so detailreiche Anwendung wie eine Diabetes-App, aber wichtig für Ihre Gesundheit.

Wie werden Smartphone-Modelle für die Accu-Chek Connect App ausgewählt?

Damit möglichst viele Menschen die Accu-Chek Connect App nutzen können, werden vorrangig die Smartphone-Modelle ausgesucht, die in Deutschland und anderen Ländern häufig genutzt werden. Wenn alle Anpassungen vorgenommen wurden und alle Tests bestanden sind, werden sie zur Liste der kompatiblen Geräte hinzugefügt. Da die großen Smartphone-Hersteller ständig neue Modelle auf den Markt bringen, stehen die Entwickler der Accu-Chek Connect App vor immer neuen Herausforderungen, um die App mit all ihren Funktionen für möglichst viele Menschen mit Diabetes zugänglich zu machen. Das sind unter anderem eine Live-Dokumentation, Bolusrechner und eine SMS-Funktion, mit der zum Beispiel Eltern die Werte Ihrer Kinder aus der Ferne per Smartphone im Auge behalten können. Selbstverständlich erfüllt die App auch alle erforderlichen Datenschutzbestimmungen.

Hier erfahren Sie mehr zur Accu-Chek Connect App und können sehen, mit welchen Smartphones die App aktuell kompatibel ist. Und falls sich Ihr Smartphone-Modell noch nicht auf der Liste der kompatiblen Modelle befindet: Bitte haben Sie noch etwas Geduld, das kann sich bald ändern – und dient vor allem Ihrer Gesundheit und Sicherheit.