Diabetes hat Flugzucker nie am Reisen gehindert. Doch in Asien stand die Pumpenträgerin plötzlich ohne Insulin da

Insulin verloren – mitten in Japan!

Insulin verloren – mitten in Japan
Fremdes Land, fremde Sprache – und auf der Suche nach Insulin

Ich würde behaupten, schon einigermaßen in der Welt herum gekommen zu sein – dabei war der Diabetes nie ein Hindernis, insbesondere, da ich damit aufgewachsen bin und mich an die Zeit „ohne“ kaum noch erinnern kann. Das Reisen ist meine größte Leidenschaft, vor allem Fernreisen haben es mir angetan. Und so fand ich mich im Oktober 2016 in Japan wieder.

Da man natürlich möglichst viel sehen will, wenn man schon so weit fliegt, hatte ich online private Unterkünfte in verschiedenen Teilen des Landes gebucht. Nach dem langen Flug erblickten meine müden Augen also in der ersten Wohnung einen Kühlschrank und ich deponierte das Insulin dort. Ihr ahnt schon, wo die Reise hingeht ...

Gion in Kyoto

Zeitsprung ein paar Tage nach vorne: Wir waren mittlerweile einige hundert Kilometer weiter, und ich ging einer relativ belanglosen Tätigkeit (Spazierengehen) nach – und mir fiel siedend heiß ein: Ich hatte mein Insulin nicht mitgenommen, es lag noch im Kühlschrank der ersten Wohnung!

Leider sprach der Vermieter kein Englisch und meine Lust, in ein Krankenhaus zu gehen und mir dort neues Insulin zu holen, ging gegen Null. Dank der Hilfsbereitschaft der Japaner und den manchmal doch brauchbaren Diensten von Google Translate verstand der Vermieter jedoch, was da in seinem Kühlschrank lag und wozu ich es benötigte – und konnte es mir einige Tage später in Tokio wieder aushändigen. Glück im Unglück, und so schnell passiert mir das vermutlich nicht mehr. ;)

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