Hypolaunen und wie Sie und Ihr Partner damit umgehen können

Schatz, lass uns reden

Gerade noch heiterer Sonnenschein ­ – und auf einen Schlag ist die Stimmung hinüber? Hypolaunen sind gerade in Beziehungen ein Thema, bei dem Einfühlvermögen gefragt ist. Klären und erklären Sie, wie sich eine Unterzuckerung auf Ihre Laune auswirkt und was da helfen könnte.

Hypolaunen in der Partnerschaft
Hypolaune? Besser in Deckung gehen...

Manchmal schlägt uns der Diabetes mit einer Unterzuckerung auf die Stimmung: Eine Hypoglykämie äußert sich durch Schwitzen, einen erhöhten Herzschlag, manchmal auch Verwirrtheit, Aggression oder vielfältige Stimmungsschwankungen. Die bekommt häufig der Erstbeste ab, der sich gerade in der Nähe befindet. In guten wie in schlechten Zeiten: Oft ist das unser Partner.

Warum bist du nur so gereizt?

Der Glukosemangel im Gehirn vermindert die Kontrolle und senkt unsere Hemmschwelle für gereiztes Verhalten. Ein besorgtes "Vielleicht solltest du mal was essen, Schatz?" löst unter diesen Umständen schon mal eine mittlere Beziehungskrise aus. Darum ist es wichtig, unseren Lieben klarzumachen: Was wir während einer Unterzuckerung sagen, ist nicht persönlich gemeint – für alles, was in solchen Phasen gesagt wird, sollten "mildernde Umstände" gelten.

Wenn die Hypo anrollt

Notarzt rufen, stabile Seitenlage, Glukagonspritze – was im absoluten Notfall (Stichwort hypoglykämisches Koma) zu tun ist, haben Sie mit Ihrem Partner sicher schon besprochen. Dann scheuen Sie sich nicht, genauso zu klären,  welche Reaktion Sie sich von Ihrem Partner wünschen, wenn die Hypo gerade erst einsetzt und Sie sie vielleicht noch nicht bemerken. Möchten Sie offen auf Symptome angesprochen werden oder lieber wortlos ein Stück Traubenzucker in die Hand bekommen? Und wenn Sie schon in die Hypo gerutscht sind: Wollen Sie in den Arm genommen werden, oder lieber, dass er oder sie sich aus dem Staub macht?

Danke, Schatz!

Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Partner Sie kennt und es gut mit Ihnen meint. Zeigen Sie ihm, dass Sie ihm vertrauen und sich helfen lassen! Manchmal merken Sie selbst die Hypo zuletzt – da ist es gut, jemanden zur Seite zu haben, der einem den Ausraster mit einem Traubenzückerchen zur rechten Zeit erspart.