Gute Fette, schlechte Fette

Voll Fett!

Wer auf die Figur achten möchte, sollte möglichst auf fettige Sachen verzichten, stimmt's? Fast. Denn Fett ist nicht gleich Fett. Hier finden Sie Infos rund um die verschiedenen Fettsäuren – damit Sie bei Ihrer Ernährung in keine Fettnäpfchen treten. 

Ernährung bei Diabetes: Fettsäuren
Fett ist nicht gleich Fett!

Dass Fett dick macht ist ein Diät-Mythos, der sich hartnäckig in den Köpfen hält. Doch auch wer sich figurbewusst ernähren möchte, braucht auf Fette keinesfalls komplett zu verzichten: Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung, sollte rund ein Drittel der täglichen Energiezufuhr aus Fetten bestehen.

Im Bevölkerungsschnitt ist die Fettaufnahme jedoch viel höher. Hier liegt sie bei etwa 50% des täglichen Energiebedarfs. Kein Wunder, denn Fett ist ein toller Geschmacksträger – deswegen schmecken fettige Sachen in der Regel auch besonders lecker. Doch beim Fett kommt es nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Art der Zusammensetzung an: Während manche Fette tatsächlich schlecht für den Körper sind, haben andere viele gute Eigenschaften. Man unterscheidet dabei zwischen ungesättigten  ("die guten") und gesättigten- oder Trans-Fettsäuren ("die schlechten").

Testen Sie Ihr Wissen über Fett und Ernährung hier in unserem Fett-Quiz

Bad Boys: Gesättigte Fettsäuren und Trans-Fettsäuren

Leider besteht ein Großteil unserer täglichen Energiezufuhr aus "schlechten" Fettsäuren: Diese machen nicht nur dick, sie erhöhen auch den Cholesterinspiegel und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu finden sind diese Fette vor allem in industriell gefertigten Nahrungsmitteln, Snacks und Süßigkeiten. Auch Fast Food und andere Fertiggerichte enthalten gesättigte- und Trans-Fettsäuren im Übermaß. Wenig überrascht? Kein Wunder. Aber Achtung – die Dickmacher sind auch in vielen anderen Lebensmitteln versteckt: Fleisch- und Wurstwaren, Speck, Schmalz, vollfette Milchprodukte, Sahne, Butter, aber auch gehärtete Pflanzenfette wie Kokosfett, Palmkernfett gehören zu den Hauptlieferanten für schlechte Fettsäuren.

Good Guys: Einfach- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Was ist nun mit den guten Fettsäuren – die, die eigentlich den Hauptbestandteil unserer täglichen Fettportion ausmachen sollten? Sie sind Träger von Vitaminen, versorgen den Körper mit wertvollen Nährstoffen und tragen zu einer Senkung des Cholesterinspiegels bei. Hauptquellen sind hochwertiges Maiskeimöl, Sonnenblumenöl,

Sojaöl, Leinöl, Walnüsse, Saaten und fettreiche Seefische wie Lachs, Makrelen, Sardinen, Hering oder Thunfisch. Aber auch Oliven- und Rapsöl, Avocados, Oliven, Mandeln und Haselnüsse sind voll davon.

Es lässt sich natürlich nicht komplett vermeiden, Nahrungsmittel aus der Ecke der schlechten Fette zu sich zu nehmen. Und das müssen Sie auch nicht! Achten Sie einfach darauf, dass der Fettanteil Ihrer täglichen Energiezufuhr bei etwa einem Drittel liegt – und dass dabei so viele gute (also ungesättigte) Fettsäuren auf Ihrem Teller landen wie möglich.