Fußball-Training ist gut bei Typ-2-Diabetes

Selbst ist der Kicker!

Mit dem Fußballfest 2018 rückt die beliebteste Ballsportart wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit – Millionen Menschen werden das Turnier mit Leidenschaft vor den Bildschirmen verfolgen. Wir empfehlen: Selbst kicken statt nur Zuschauen! Das verbessert nicht nur die Analysefähigkeit vorm TV-Bildschirm, sondern macht auch Spaß und kann gerade bei Menschen mit Typ-2-Diabetes viel Positives bewirken.

Fußball-Training ist gut bei Typ-2-Diabetes
Mit Typ-2-Diabetes raus aus der Fernsehcouch und ran an den Ball – egal in welchem Alter .

Fußballspielen ist toll – in jedem Alter. Doch viele, die in jungen Jahren aktiv dabei waren, wechseln später komplett auf die Zuschauerposition. Dabei bietet die Kickerei eine tolle Möglichkeit, sich spielerisch und abwechslungsreich fit zu halten: Die vielen unterschiedlichen Trainingseinheiten fördern nicht nur Ausdauer, sondern auch Körperbeherrschung und Geschicklichkeit - besonders reizvoll für alle, denen Joggen, Walken oder Fahrradfahren etwas zu gleichförmig ist.

Rote Karte für die Couch

Einen guten Grund, von der Couch aufs Spielfeld zu wechseln, liefert eine dänische Studie über Fußball bei Typ-2-Diabetes: Eine Gruppe von Männern zwischen 37 und 60 trainierte zweimal pro Woche für eine Stunde Fußball. Nach 6 Monaten wurden Blutdruck, Sauerstoffverbrauch und die Leistungsfähigkeit des Herzens mit einer Kontrollgruppe verglichen, die nicht trainiert hatte. Bei denen, die regelmäßig dem runden Leder nachjagten, sanken die Blutdruckwerte, die Flexibilität des Herzens verbesserte sich erkennbar und der Herzmuskel zeigte sich erheblich leistungsfähiger. Doch nicht nur Herz und Blutdruck profitieren: Sich beim Fußball gemeinsam mit Freunden auszupowern ist eine Allzweckwaffe gegen Alltags-Stress und überschüssige Pfunde. Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, dann lassen Sie sich doch am besten kurz von Ihrem Arzt durchchecken – es ist wichtig, dass vor der Aufnahme des Trainings Herzprobleme ausgeschlossen werden.

Mit Ihrem Diabetologen sollten Sie besprechen, ob Ihre Diabetes-Therapie angepasst werden muss: Wenn Sie Insulin spritzen und bis jetzt eher weniger oder gar keinen Sport getrieben haben, wird sich Ihr Insulinbedarf durch das Training senken.

Und was ist mit der Verletzungsgefahr?

Auf dem Platz geht es öfters mal heiß her. Doch das Risiko für Verletzungen lässt sich mit ein paar einfachen Maßnahmen deutlich verringern:

  • Vor dem eigentlichen Training ist erst einmal eine gründliche Aufwärmphase angesagt.
  • Gut sitzende Fußballschuhe und eine passende Schutzausrüstung sind Pflicht auf dem Spielfeld!
  • Spaß geht vor Ehrgeiz. Vor allem zu Beginn sollten Sie darauf achten, sich beim Training nicht bis aufs Letzte zu verausgaben. Viele Fußball-Vereine bieten Mannschaften mit unterschiedlichen Trainingsintensitäten an – hier können Sie zum Beispiel ein Training wählen, bei dem besonders auf die Verletzungsgefahr der Spieler Rücksicht genommen wird.

Defensivspiel: Mit Sport-KEs gegen die Hypo

Manchmal kann es trotz Absenkung Ihrer Insulinmenge zu Unterzuckerungen kommen. Damit Sie während des Trainings schnell gegenwirken können, sollten Sie immer einen Vorrat an Sport-KEs am Spielfeldrand platzieren. Dafür eignen sich am besten Traubenzucker oder Fruchtsäfte. Auch langwirksame Sport-KEs, wie Müsliriegel sollte man dabei haben. Erklären Sie Ihren Mannschaftskameraden kurz, was die Anzeichen einer Unterzuckerung sind und was man im Falle einer schweren Unterzuckerung unternehmen sollte – so haben Sie für alle Fälle vorgesorgt.

Diabetes-Playlist des Monats Juni: Fußball

Schnell während dem Training oder in der Halbzeitpause den Blutzucker messen funktioniert am besten mit einem Blutzuckermesssystem wie Accu-Chek Mobile: Mit der integrierten Stechhilfe mit 6-Lanzetten-Trommel und 50 Tests ohne einzelne Teststreifen ist das Messen auf dem Platz mit einem einzigen Handgriff möglich. Sie können das Blutzuckermesssystem Accu-Chek Mobile hier unentgeltlich testen.

Anpfiff zum Fußball-Fieber!

Erkundigen Sie sich doch mal bei Ihrem örtlichen Fußball-Verein: Dort gibt es Trainings und Mannschaften für jede Altersklasse. Fußball ist übrigens auch eine tolle Gelegenheit für Geselligkeit – gemeinsam trainieren schweißt zusammen und bildet eine Grundlage für neue Freundschaften. Online können Sie sich noch mehr Informationen rund um das Thema Fußball und speziell Fußball mit Diabetes holen. Also nichts wie rein ins Trikot und raus auf den Platz!