Erstes Date, Wolke Sieben und der Diabetes

Frühlingsgefühle

Frisch verliebt sein, die Vorbereitungen zum ersten Date – all das ist ebenso schön wie spannend und aufregend! Fragen über Fragen: Wie wird das erste Rendevous, wie gut passt man zusammen, ist es vielleicht sogar die Liebe des Lebens? Und: Wann und wie erzähle ich dem potentiellen Traumpartner von meinem Diabetes?

Diabetes und Partnerschaft, 1. Date
Diabetes, Partnerschaft und das 1. Date? Experten raten: Besser die Karten auf den Tisch legen.

Klar gibt es beim ersten Zusammensein zu zweit verlockendere Themen – zumal man nie genau vorhersehen kann, welche Reaktion auf ein Diabetes-Outing zu erwarten ist. Wie immer in Liebesdingen bewegt man sich auf schmalem Grat. Mit der Tür ins Haus zu fallen ist ebenso wenig empfehlenswert, wie ewig zu warten, bis man die Karten offen auf den Tisch legt. Denken Sie daran: Durch Aufschieben wird nichts leichter. Dementsprechend raten Experten und Psychologen zu einem frühen Diabetes-Outing. Sicher ist: Wer den Diabetes nicht akzeptiert, ist auch nicht der Partner fürs Leben. Und andererseits: Entwickelt sich aus den Dates eine Beziehung, könnte der Partner ein spätes Outing als Vertrauensbruch erleben und den "richtigen" Zeitpunkt dafür zu finden wird mit der Zeit immer schwerer.

Wie man es anstellt, hängt letzten Endes von der jeweiligen Situation ab. Man muss nicht beim ersten Date die Fakten bzw. das Blutzuckermessgerät auf den Tisch legen – aber genau das kann auch eine gute Idee sein. Im besten Fall reagiert der potentielle Partner mit Interesse und Verständnis. Dann kann so ein "Outing" zu einem spannenden Gesprächsthema werden, was bei einem ersten Tête-à-tête ja manchmal nicht das schlechteste ist …

Auch eine zögerliche Reaktion muss nicht zwangsläufig Ablehnung bedeuten. Überforderung und Unsicherheit, wie man reagieren soll, können genauso gut der Grund sein – weil man, frisch verliebt wie man ist, bei einem offensichtlich wichtigen Thema auf keinen Fall falsch reagieren will! Je nachdem, wie sich das Gespräch entwickelt, können Sie es ja bei einer kurzen Erklärung belassen oder mehr über Ihre Diabetes-Therapie erzählen. Denn: Ebenso wie Offenheit für eine Partnerschaft immer eine wesentliche Grundlage ist, ist das auch Geduld. Sie haben einen immensen Vorsprung was das Know-how und den Umgang mit Diabetes angeht und teilen nun Expertenwissen. Das Wichtigste ist, dass Sie deutlich machen, dass Sie den Diabetes voll im Griff haben. Schließlich haben Sie viel zu bieten und wollen eine Partnerschaft – und keinen Krankenpfleger.