Diagnose Typ-2-Diabetes: 4 Tipps für erste Schritte

Der Weg ist das Ziel

Nach der Diagnose Typ-2-Diabetes gilt es, den Alltag und die Lebensgewohnheiten grundlegend zu verändern – eine Aufgabe, von der man sich erstmal ziemlich überfordert fühlen kann. Deshalb: Eins nach dem anderen! Mit diesen 4 Schritten können Sie die ersten Weichen für eine erfolgreiche Diabetes-Therapie stellen. 

Die ersten Schritte nach der Diagnose Typ-2-Diagnose
Die Zeit nach der Diagnose: Nachdem der erste Schreck vorüber ist, gilt es viel zu lernen.

1. Klar sehen und Verantwortung übernehmen

Direkt nachdem Sie die Nachricht von Ihrem Arzt bekommen haben, sind Sie vielleicht erstmal schockiert und überwältigt. Deshalb das Wichtigste zuerst: Werden Sie sich klar, dass die Diagnose Diabetes ein Weckruf sein kann. Mit einer Veränderung Ihrer Lebensgewohnheiten – bessere Ernährung und mehr Bewegung – lässt sich der Verlauf von Typ-2-Diabetes stark beeinflussen! Die Verantwortung dafür liegt bei Ihnen. Sind Sie bereit, diese Chance zu nutzen?

2. Lernen

Nachdem der erste Schreck vorüber ist, gilt es viel zu lernen. Wenn Sie zum Experten für Ihren Diabetes werden, steht einer erfolgreichen Behandlung nichts im Wege! Dafür gibt es viele Schulungsangebote, die Sie auf Ihrem Weg unterstützen: Hier finden Sie einen Überblick über zertifizierte Diabetes-Schulungen und mehr zu den Vorteilen von Schulungen bei Diabetes. Fragen Sie am besten auch Ihren Arzt, Ihren Diabetologen oder Ihre Diabetes-Beraterin, welche Programme speziell für Sie in Frage kommen.

3. Diabetes-Equipment

Falls Sie ab jetzt regelmäßig Ihren Blutzuckerspiegel messen – zum Beispiel im Rahmen einer Insulintherapie – empfiehlt sich ein Messgerät mit einfacher Handhabung wie Accu-Chek Aviva Connect. Praxistipps für einfaches und sicheres Blutzuckermessen finden Sie hier. Die Werte, die Sie von nun an messen, können Sie handschriftlich in einem Blutzuckertagebuch dokumentieren – oder mit einer Diabetes App, zum Beispiel mit der Accu-Chek Connect App.

Wenn Sie erst einmal auf Tabletten eingestellt werden, müssen Sie Ihren Blutzuckerspiegel nicht so oft messen. Doch gerade für die erste Zeit nach der Diagnose empfiehlt sich ein Blutzuckermessgerät: Durch strukturiertes Blutzuckermessen können Sie ein Gefühl dafür bekommen, wie sich Nahrungsmittel und Bewegung auf Ihren Blutzuckerspiegel auswirken. In dieser Anfangsphase können Sie sich die Teststreifen, die Sie für die Messungen benötigen auch von der Krankenkasse erstatten lassen – fragen Sie dazu einfach Ihren Arzt oder Diabetologen.

4. Gewohnheiten umstellen: Ernährung & Bewegung

Haben Sie gewusst, dass Sie ganz persönlich über das effektivste Therapiemittel gegen Diabetes verfügen? Die Änderung Ihrer Lebensgewohnheiten beeinflusst den Verlauf Ihres Diabetes viel stärker als Tabletten und Insulin. Doch das braucht etwas Zeit: Statt Diät oder Hungerkur hilft nur eine Umstellung der Ernährung und viel Bewegung. Kein Kinderspiel, doch mit der richtigen Motivation und einer kompetenten Hilfe können Sie das schaffen! Gemeinsam mit Ihrer Diabetes-Beraterin, Ihrem Arzt oder Ihrem Diabetologen entwerfen Sie einen Plan, wie Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten verändern und mehr Bewegung in Ihren Alltag einbauen können – und gehen dann konsequent an die Umsetzung. Als Lektüre empfehlen wir Ihnen dazu die spannenden und lustigen "Otto"-Bücher der Diabetes-Beraterin Barbara Müller. In den Diabetesromanen mit medizinischen Sacherklärungen werden der Bauunternehmer Otto Kleinschmidt und seine Frau Anneliese im täglichen Lernen und Umgang mit Ottos frisch diagnostiziertem Typ-2-Diabetes begleitet.

Sie haben nun die ersten Weichen gestellt, um Ihre Diabetes-Therapie auf Erfolgskurs zu bringen – wir wünschen Ihnen auf auf Ihrem weiteren Weg alles Gute und viel Erfolg!