Ernährungs-Schnellcheck

Was ist eigentlich ... Leberfasten?

13.08.2019 / #meinbuntesleben Redaktion
Jemand bereitet frisches Essen zu.
Leberfasten ist ein guter Einstieg zu einer langfristigen Ernährungsumstellung.

Mit Leberfasten, Sie ahnen es, tun Sie Ihrer Leber etwas Gutes: Bei einer Fettleber kann diese Diät- Form dabei unterstützen, den Fettgehalt der Leber wieder zu reduzieren. Auch bei Typ-2-und Prädiabetes kann das positive Effekte haben und für Menschen mit Typ-1-Diabetes ist diese diätische Kurzzeiternährung ebenfalls interessant.

Der Hauptgrund für das Leberfasten ist eine bestehende Fettleber. Sie entsteht vor allem durch unausgeglichene Ernährung und Alkohol. Zu viel Verzehr von Kohlenhydraten, Fett, Alkohol und/oder Zucker bringt die Leber aus dem Gleichgewicht und beeinträchtigt ihre Funktion. Langfristig steigt sogar das Risiko für bösartige Erkrankungen der Leber. Mangelnde Bewegung verschlechtert außerdem die Situation.

Wie funktioniert Leberfasten?
Grundbaustein ist eine stark kalorienreduzierte Ernährung. Je nach körperlicher Verfassung nimmt man dabei täglich zwischen 1000 kcal und 1200 kcal über zwei bis drei Mahlzeiten zu sich.

Die Umsetzung kann sehr unterschiedlich aussehen: Die Mahlzeiten können komplett oder teilweise durch spezielle Shakes ersetzt oder einfach mit den richtigen Lebensmitteln zubereitet werden. Die Basis ist viel frisches Grünzeug, also Gemüse und Salat, und ein hoher Anteil an Eiweiß. Ergänzt wird dieser Mix durch eine sehr geringe Menge an Kohlenhydraten. Zusätzlich stehen gesunde Fette auf dem Speiseplan, wie zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren oder einfach ungesättigte Fette, wie sie in Nüssen und Olivenöl stecken. Zusätzliche Nährstoffe während des Fastens, wie Beta-Glucan, Cholin oder Taurin, verstärken den fettabbauenden Effekt.

Was bringt Leberfasten?
Die veränderte Ernährung bewirkt eine Entlastung der Leber und der Fettstoffwechsel wird wieder in Schwung gebracht. So sinkt zum Beispiel der Fettgehalt der Leber. Positiver Nebeneffekt: Nieren und Bauspeicheldrüse profitieren ebenfalls von dem Fasten und die Körperzellen werden durch die ballaststoffreiche Ernährung stärker für Insulin sensibilisiert, sodass sich Insulingaben sogar reduzieren können. Bei zu hohem Blutdruck und Cholesterinwerten profitieren Sie ebenso davon: Das Leberfett verringert sich und der glukosegetriebene Energiestoffwechsel wird verbessert.

Auch wenn Leberfasten von der Umsetzung her unkompliziert klingt, ist eine ärztliche Beratung empfehlenswert. Nicht zuletzt, da vor und nach dem Fasten Fett- und Leberwerte im Blut überprüft werden können und möglicherweise Anpassungen von Medikamentendosierungen erforderlich sind. Die Dauer des Fastens kann von zwei Wochen bis zu drei Monaten variieren.