Saskias Tipps für Erholung und Kraft tanken mit Diabetes

„Die immer lacht“ – Balsam für die Seele

Diabetes verlangt einem Vieles ab, Erholung tut not. Saskia, mit Typ-1-Diabetes im Schichtdienst tätig, weiß wovon sie spricht. Hier Ihre Ratschläge fürs Kraft tanken im Alltag mit Diabetes.

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Erholung im Diabetesalltag – Saskias Liste zeigt erste Schritte zu mehr Entspannung auf

Oh ja, manchmal ist der Diabetesalltag einfach nur stressig, um nicht zu sagen schon fast unerträglich. Kaum nachvollziehbar, welch einen Aufwand unser Diabetes sich manchmal wünscht, aber dann umso besser zu verstehen, dass man zwischendurch Auszeiten braucht, Ruhe benötigt, einfach Zeit für sich selbst genießt. Nur schwer, diese wirklich in den Alltag mit einzubauen, oder?

Folgend zähle ich ein paar Möglichkeiten auf, wie ich am liebsten meine Freizeit gestalte und vor allem einen Ausgleich zu meinem Vollzeitjob als Diabetikerin schaffe. Auch wenn das manchmal nicht alles klappt, ist es trotzdem wichtig ein Bewusstsein dafür zu haben, dass an dem Spruch „In der Ruhe liegt die Kraft“ wirklich was Wahres dran ist.

#Austauschen & Dampf ablassen

Austausch mit anderen Diabetikern ist einfach Gold wert. Niemand versteht sich besser als Diabetiker unter sich. Selbst die besten Diabetesberater, oder sogar Mütter – unter Diabetikern fühlt man sich einfach besser verstanden und genau das sollte man auch ausnutzen und mal so richtig Dampf ablassen. Danach fühlt man sich freier, entlastet und ich nehme aus solchen Gesprächen auch oft Motivation mit. Diabeteskontakte zu finden ist heute in der „Socialmediawelt“ ganz einfach. Facebook bietet tolle Gruppen, sogar mit regelmäßigen Gruppen- und Stammtischtreffen, wenn man nach seinem Wohnort sucht. Instagram und Twitter bieten die wertvollen Hashtags, wie #diabetictypeone oder #type1 und per Google-Suche findet man viele Diabetesblogs, verschiedene Communities sowie die #meinbuntesleben Community, in der Ihr gerade diesen Beitrag lest. Also keine Scheu: Kommentieren und Austauschen, Aufregen und Dampf ablassen – vielleicht möchtet Ihr sogar Eure Geschichte loswerden? Teilt sie doch gerne mit anderen unter dem Hashtag #MITMACHER.

#Ruhezeit einplanen

Viele tun dies schon ganz unbewusst. Ich trinke zum Beispiel jeden Tag (mindestens) einen Kaffee und genau die Zeit nehme ich mir für mich selbst raus. Viele schauen abends auf der Couch eine Serie oder morgens, bevor es zur Arbeit geht, Frühstücksfernsehen. Jeder hat seine festen Ruhezeiten im Alltag eingeplant und doch sind wir immer wieder erschöpft und letztendlich urlaubsreif. Es bedarf einfach mehr Auszeiten, die man sich bewusst machen und intensiv gestalten sollte. Einfach gesagt, oder? Ich weiß, der Tag hat nur 24h, aber genau innerhalb dieser Zeit liegen Ressourcen, die man als Ruhe- oder Auszeit nutzen kann. Ich fahre zum Beispiel sehr gerne Auto und mein Arbeitsweg dauert momentan ca. 45 Minuten, weshalb mein Heimweg auch gleichzeitig die Zeit ist, in der ich abschalte – Arbeit von meinem Privatleben trenne und es genieße, mich mit 100km/h auf der Autobahn hinter einen LKW zu hängen. Nach Hause fahren ist also kein Stress, sondern Zeit für mich. Genau so könnte man das Kochen interpretieren oder anderes, was man täglich tut und durch ein bisschen Kreativität und Bewusstsein sogar mag.

#Sportlich und aktiv sein

Sport ist für viele ein wunderbarer Ausgleich, gar keine Frage. Für andere jedoch eher eine Aufgabe und nicht wirklich in den Alltag integrierbar. Doch dabei gibt es so viele Möglichkeiten. Sport ist nicht nur Joggen oder der Besuch im Fitnessstudio. Yoga zum Beispiel ist eine ruhige Sportart, vielleicht passt das besser? Letztendlich kann ich jedem raten, sich einmal bei seiner Krankenkasse zu informieren, die bieten nämlich tolle Sportkurse an oder bieten finanzielle Unterstützung für eine aktive Freizeitgestaltung. Diabetikern stehen zudem in regelmäßigen Abständen Kuren zu – und all das würde bedeuten: Ruhe, Auszeit, etwas Gutes für sich selbst tun und die Gemeinsamkeit mit anderen Menschen teilen. Besser geht es doch gar nicht, oder?

#Was ich gerne mache?

Jetzt ein Zettel und Stift zur Hand und aufschreiben: Was mag ich gerne und vor allem, was tue ich von dem, was ich gerne mag überhaupt wirklich? Die zweite Spalte wird bestimmt etwas kürzer ausfallen als die Erste und genau das sollte geändert werden. Nehmt euch was vor, setzt euch realistische Ziele und tut was für euch selbst ♥