Nicole kämpfte beim Rennen zwischen Nord- und Ostsee mit der Hitze und ihren Blutzuckerwerten

Lauf zwischen den Meeren 2016 III: Tolles Erlebnis Teamgefühl

Aller guten Dinge sind drei: Der letzte Erlebnisbericht vom Team "Powered by Insulin" kommt von Nicole – ihre Erfahrungen mit Sport und Diabetes hat sie dieses Jahr auch um einen Jedermann-Triathlon erweitert.

Diabetes und Sport: Lauf zwischen den Meeren von Nicole
Nach hohen Blutzuckerwerten und großer Hitze für Nicole definitiv verdient: Die bissfeste Medaille für die Läufer von Küste zu Küste

Der Lauf zwischen den Meeren ist jedes Mal ein tolles Erlebnis – zunächst möchte ich mich aber erstmal vorstellen. Mein Name ist Nicole, 30 Jahre jung, Diabetes Typ-1 seit März 2003. Meine Heimat ist das Lausitzer Seenland (Senftenberg). Hier lebe ich mit meinem Freund Martin (ebenfalls Typ-1 Diabetiker). Sport und Bewegung gehören in der Freizeit zu unserem Leben.

In diesem Jahr habe ich mir als sportliches Ziel das Beenden eines Jedermann-Triathlons ausgesucht. Somit gehörten Schwimmen, Radfahren und Laufen bereits vor der Teilnahme am Lauf zwischen den Meeren zu mir. Nach Höhen und Tiefen in der Vorbereitung hieß es am 12.6.16: Schlosstriathlon Moritzburg. Die Teilnahme am Lauf zwischen den Meeren ist für mich immer eine große Freude. Bereits im letzten Jahr durften wir Teil des Teams sein und hatten ein wunderschönes Wochenende mit anderen Typ-1 Leuten.

Hitze und hohe Blutzuckerwerte

Am Freitag, den 28.5.2016 ging es am Mittag von Senftenberg nach Holzdorf. Nach ca. 5 h mit Staupause hatten wir unser Ziel erreicht. Einige Teilnehmer kannte man schon aus dem letzten Jahr und die anderen lernte man über das Wochenende kennen. Nach dem Abendessen wurden organisatorische Sachen (Strecke, T-Shirt, Abfahrt zu den jeweiligen Startpunkten usw.) besprochen und dann ging es schon ab ins Bett, denn ausgeschlafen läuft es sich besser. Ich hatte die Strecke von Jagel nach Fahrdorf und Martin hatte die Strecke Fahrdorf nach Fleckeby. Der Samstag bescherte uns viel Sonnenschein und Temperaturen bis 29 Grad. Erfahrungsgemäß habe ich Probleme bei großer Wärme. Da ich mittags startete, sollte es auch an diesem Tag nicht anders sein. Auch mein Blutzucker machte es mir nicht leichter, je näher der Start rückte. Den Lauf habe ich mit einer Basalrate von 100 % absolviert. Die lieben Hormone haben die Blutzuckerwerte oben gehalten. Mein Blutzucker war nie unter 11,8 mmol/l. Über die Höchstwerte während des Laufens sage ich jetzt lieber nichts. Sie haben nur definitiv dafür gesorgt, dass mir alles sehr schwer fiel. Martin ging es da definitiv besser und er war zufrieden mit seinem Ergebnis.

Gemeinsamer Zieleinlauf verbindet

Wichtig bei diesem Erlebnis ist für mich immer das Teamgefühl, Bekannte und neue Leute mit Diabetes Typ-1 zu treffen, gemeinsam das sportliche Ziel, den Lauf zwischen den Meeren, zu finishen und sich auszutauschen (auch wenn es für einen mal schlecht läuft). Den Zieleinlauf haben wir in Damp gemeinsam mit unserer finalen Staffelläuferin Ilka absolviert. Ein tolles Erlebnis, den Lauf als Einheit zu beenden.

Als Fazit für dieses tolle Wochenende möchte ich sagen, dass es toll ist, gemeinsam mit Menschen mit Diabetes zu laufen (besonders Ilka und Kathi beeindruckten mich bereits im letzten Jahr), alle kennenzulernen und zu merken, dass man mit Diabetes Typ-1 alles schaffen kann – jeder auf seinem Niveau.

Ein großes Dankeschön an die Sponsoren und das Organisatoren-Team Finn, Basti und Ilka, die das alles möglich gemacht haben. Es war uns mal wieder eine unglaubliche Freude.

Zum Triathlon in Moritzburg kann ich sagen, dass ich mein Ziel erreicht habe. Der Zucker war sehr lieb und es lief für mich gut (9 mmol/l). Bei mir zeigt sich deutlich, dass ein guter Wert und eine gute Diabetes-Einstellung Voraussetzung sind, um gute Leistung zu bringen.  Diesbezüglich möchte ich es nicht versäumen mich bei Heiko Wache (laufen-total.de) zu bedanken. Heiko Wache hat großen Anteil daran, dass ich das geschafft habe. DANKE! Weiterhin ein großes Dankeschön an meinen Partner Martin, der immer für mich da war und ist!

Zu den Berichten vom Lauf zwischen den Meeren von Sascha und Basti