Camping, Glamping – Tipps für Abenteuerurlaub light mit Diabetes

Ab nach draußen!

Der Sommer lädt zu Aktivitäten an der frischen Luft ein – Schwimmen, Wandern, Campen, ob in heimischen Gefilden oder in der Ferne. Hier gibt’s ein paar Tipps, wie sich all das gut mit Ihrem Blutzuckerspiegel und Ihrem Diabetes-Zubehör vereinbaren lässt.

Camping, Glamping – Tipps für Abenteuerurlaub light mit Diabetes
Camping oder schon Glamping? Elektrik und ein gewisser Luxus können nicht nur bei Diabetes das Zelten verschönern.

Als Mitteleuropäer tut man gut daran, die warme Jahreszeit bestmöglich zu nutzen und die Körper- und Seelen-Akkus mit Sonne, frischer Luft und Natur aufzuladen. Am empfehlenswertesten sind Aktivitäten wie Wandern oder Schwimmen, die gerade bei Typ-2-Diabetes die Blutzuckereinstellung günstig beeinflussen können, außerdem Muskeln und Kreislaufsystem trainieren und gleichzeitig schonend für die Gelenke sind. Und natürlich darf man auch mal dem Lockruf der Gartenwirtschaften ins Grüne folgen. Die höchste Dosis Frischluft bekommt man vermutlich beim Campen – mit dem sich alles andere ja verbinden lässt.

Pack die Kühltasche ein …

Wandertouren oder Baden gehen stellen natürlich besonders bei hochsommerlicher Hitze spezielle Erfordernisse an das Diabetes-Equipment. Die Temperaturempfindlichkeit von Insulin ist der springende Punkt: direktes Sonnenlicht über längere Zeit ist tabu, die Lagerungstemperatur sollte nicht über 25 Grad Celsius liegen. Bei einer Wandertour sind diese Probleme überschaubar, beim Tag am See o.ä. ist schon mehr Vorsicht geboten – Kühltaschen oder Styroporbehälter schaffen hier Abhilfe. Umfangreiche Tipps rund ums Schwimmen mit Diabetes finden Sie hier, Wandertipps vom Schuhwerk bis hin zu Routen gibt es an dieser Stelle.

Camping – zurück zur Natur?

Beim klassischen Campingurlaub im Süden steht man vor fast denselben Herausforderungen – nur für einen längeren Zeitraum. Es fehlt einfach an ein paar Dingen: Licht, Kühlschränke und elektrischer Strom ganz allgemein. Auch wenn sich das Kühlen des Insulins erst mal per Kühltasche und sicherlich auch mal mit Hilfe der Zeltplatz-Rezeption lösen lässt: Besonders im Ausland setzt man sein Insulin nur ungern irgendwelchen Unwägbarkeiten aus.

Es gibt noch ein paar Details, die sich Menschen mit Diabetes ohne Campingerfahrung bewusst machen sollten: Ein Zelt verfügt normalerweise über kein fließend Wasser. Wenn Sie mehrmals am Tag Ihren Blutzucker messen, heißt das auch mehrmals am Tag Händewaschen, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Decken Sie sich am besten mit Alkoholtupfern ein, sonst sind Sie jedes Mal auf einen Gang zu den sanitären Anlagen angewiesen. Feuchttücher dagegen können Substanzen enthalten, die Ihre Messergebnisse verfälschen können. Wenn Sie welche benutzen, ist es ratsam die Stelle der Blutzuckermessung noch einmal mit Alkohol abzuwischen.

Fehlendes Licht macht die Sache nicht einfacher: Wer in den heimischen vier Wänden nachts öfter seinen Blutzucker messen muss, ohne seinen Partner wecken zu wollen, ahnt, was gemeint ist. Denn Blutzuckermessen mit Hilfe einer Taschenlampe kann schon schwierig werden, wenn alles am gewohnten Platz steht – was im Zelt kaum der Fall sein dürfte. Unser Tipp: Das Blutzuckermessgerät Accu-Chek Guide macht durch seinen beleuchteten Teststreifeneinschub das Messen im Dunkeln sehr viel leichter.

Glamping: Zurück zur Natur mit Glamour

Bei all seinen Vorzügen hat Zelten also ein paar Nachteile. Bedenkt man eine eventuell unbequeme Luftmatratze anstatt eines Bettes, (fehlende) Küche und Sitzplätze wird schnell klar: Man muss es mögen. Und vielleicht muss sich der ein oder andere auch eingestehen, dass die eigenen tollen Camping-Erinnerungen doch schon etwas länger her sind. Glamping könnte hier die Lösung sein: Das Wort setzt sich aus Glamour und Camping zusammen und verbindet in der Praxis, wenn schon nicht Glamour, dann doch einen gewissen Komfort mit dem Camping. Der erste und wesentlichste Punkt: man braucht selbst kein Zelt kaufen und schon gar nicht aufbauen, es steht schon alles an Ort und Stelle.

In der Regel wirklich alles – auch die Dinge, die man beim Zelten sonst vermisst. Die äußere Form des Glampings mag uneinheitlich sein und neben Safari- und Lodgezelt noch echte Überraschungen beinhalten: Die Gemeinsamkeit liegt in der Regel in elektrischem Strom, bequemen Betten, Küche und Bad. So haben Sie auch für Ihren Diabetes-Alltag alles, was Sie brauchen und sind trotzdem wirklich „draußen“. Je nach Ausführung bietet Glamping zusätzlich auch Luxus wie Holzfußboden, es gibt Mischtypen mit Mobilheimen und selbst Badewannen und Panoramaaussichten sollen schon gesichtet worden sein. Manche zählen auch Baumhäuser oder Bungalows zur Glamping-Gattung. Es ist jedenfalls eine tolle Alternative zum klassischen Campingurlaub. Auf diesen Seiten können Sie sich selbst ein Bild machen:

http://glampen.de/

http://www.glamping-urlaub.de/

http://glamping.info/

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